Samstag, 7. Februar 2015

Geschichten-über das Schreiben

Ich fing mit dem selber schreiben an, weil ich immer wieder, an ein und die selbe Szene denken musste und diese irgendwie aus meinem Kopf raus wollte. Irgendwie hatte ich das Bedürfnis sie auf Papier zu bannen, in der Hoffnung das mein Kopf dann wieder frei sein würde für neues.

War er dann auch, frei für die nächste Idee und die nächste usw. Schließlich dachte ich mir, schreib doch eine Kurzgeschichte aus diesen Szenen. Ich entwickelte sie weiter und immer weiter und schließlich wurde es eine richtig lange Geschichte und ich habe sie bis jetzt nicht zu Ende geschrieben. Zwischendurch wurde mir dann auch bewusst, das es ganz schön schwierig ist eine lange Geschichte zu Ende zu schreiben. Da heisst es Durchhaltevermögen zeigen. man erinnert sich zwischendurch plötzlich nicht mehr an den Anfang und zumindest geht es mir so, dass wenn ich ein paar Tage nicht schreiben konnte, ich mein zuvor Geschriebenes noch einmal lesen muss, um wieder richtig in meine eigene Geschichte ein zu steigen.
An manchen Tagen fühlt sich dann der Kopf wie Watte an und man findet einfach keine innere Ruhe um sich hin zu setzen und seine Geschichte weiter zu spinnen und an anderen Tagen sind meine Finger nicht schnell genug um über die Tasten zu fliegen weil meine Ideen im Kopf so rasen. Manchmal gefällt mir das bereits Geschriebene auch überhaupt nicht mehr, gestern fand ich es prima, heute nur noch doof, da muss man dann mal ein paar Tage abwarten und sich mit etwas anderem beschäftigen. Wenn ich mich dann der Sache wieder annehme, sieht die Welt wieder anders aus oder auch nicht und ich lösche vielleicht wieder einen erheblichen Teil oder fange gar ganz von vorne an. Das kann passieren.
Das Schreiben ist keine gerade Linie sondern eine verschlungene, verworrene Schlange die zwar wunderschön ist aber einen auch zur Verzweiflung treiben kann. Ganz abgesehen von leeren Akkus, Staubsauger oder Bohrgeräuschen, Telefonanrufen, Haustiere, Ehemännern und abstürzenden Schreibprogrammen und anderen Ablenkungen die einen wieder aus dem Schreibflow bringen. Stille ist etwas wunderbares, wenn man sie denn hat. Andererseits braucht man auch Aufregung und richtiges Erleben um Inspiration für Ideen zu haben, die findet man selten ausschliesslich in seinem stillen kargen Kämmerlein.
Alles in allem gar nicht so einfach wie man sich das immer vorstellt. Idee gehabt, hingesetzt und hingeschrieben. Man schreibt aber nicht mal eben so tausend Seiten. Das dauert, und zwar lange. Eine fixe Idee will auch erst ausgearbeitet werden, denn unser Gehirn kann das neben dem Chaos des Alltags unmöglich alles im Kopf behalten.
Ich plotte also meist, nach dem ich die Idee hatte, erst mal und umreisse grob worum es gehen soll, welche Hauptfiguren es gibt und wie ich sie charakterisieren würde. Dann picke ich die, meiner Meinung nach wichtigsten Szenen, die mir gerade am prägnantesten im Kopf rum schwirren heraus und versuche sie als erstes auf zu schreiben. Das ist meist ziemlich schwierig für mich, weil die Szene in meinem Kopf so perfekt ist, dass es mir schwerfällt sie genauso perfekt zu schreiben. Da fehlt mir Übung und ein Germanistikstudium befürchte ich. Ich werde also meinen eigenen Ansprüchen da selten gerecht, aber was solls, ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und Tolkien hat auch 20 Jahre gebraucht und der war an einer Uni!
Ich kann euch nur den Rat geben, lasst euch nicht entmutigen auch wenn ihr plötzlich merkt das ein Haufen "Arbeit" ( es ist ja auch Spass) vor euch liegt. Ich schreibe in erster Linie immer für mich selbst und sollte jemals etwas richtig, richtig gutes dabei heraus kommen könnt ihr es ja vielleicht bald lesen? Auf jedenfall ist man unendlich stolz auf sich selber, wenn man eine richtig gute Szene geschrieben hat und man sie jemand anderen zu lesen gibt und dann blickt er hoch vom Blatt und die Augen leuchten und man bekommt vielleicht so gar zu hören, dass ist super wie gehts weiter?

Wie es weiter geht erfahrt ihr in meinem nächsten Writing Post ;-)

Eure Paloma Pixel



dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden.

Kommentare:

  1. Hi :)
    Das finde ich super, du solltest wirklich versuchen dran zu bleiben. Kann aber die Problematik gut nachvollziehen.. ich habe selbst schon einige gute Ideen gehabt, sie in Kurzfassung niedergeschrieben und jetzt warten sie drauf vervollständigt und ausgebaut zu werden, aber dann weiß man nicht wo man anfangen soll, einfach drauf losschreiben und schauen was am Ende verwertbar ist oder nach System vorgehen.. die Charaktere etwas festlegen, ausbauen..?! Vllt darf man es auch nicht zu sehr zerdenken :D
    Weiß auch nicht in welche Richtung es gegen soll, denke mal Jugendbuch-Stil wäre für den Anfang das Beste, sowas wie einen richtigen Krimi mit forensischen Belegen etc, da hätte ich gar keinen Plan von. Aber es wäre auch einer meiner größten Träume mal etwas selbst zu veröffentlichen.. etwas mit ca. 500 Seiten :D
    Das mit der Ausdauer und dem "wie war nochmal der Anfang?"- Problem kann ich sehr gut nachvollziehen, damit hatte ich auch schon Probleme.. vllt braucht man mehr Alkohol um dieses Problem zu lösen (nur ein Witz.. da viele Autoren doch Alkoholiker sind)

    Grüße
    Ennovy

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    1. Heeey es hat geklappt ;-) ( kleiner Instagraminsider)
      Dann hoffe ich mal das ichdicht noch im Laufe der Zeit Alkoholiker werde *g* kleiner Scherz. Schön das du die Thematik nachvollziehen kannst. Ich habe mir vorgenommen in meinem Nächsten urlaub einfach mal in der Thematik richtig drin zu bleiben und mal richtig viel hintereinander weg zu schreiben. mal gucken ob das klappt;-)

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    2. Das hoffe ich :) wäre echt interessant mal was von dir zu lesen :)

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