Mittwoch, 22. April 2015

Rezension Der große Trip



Der große Trip ist mehr als eine bloße Reisebeschreibung. Es ist die Suche einer Frau nach sich selbst. Zum Buch geht es hier.
Cheryl Strayed ist nach einer Reihe von Schicksalsschlägen und selbstzerstörerischen Tendenzen ganz unten angekommen. Sie will so nicht weitermachen und stößt durch einen Zufall auf den Pacific Crest Trail, einem über tausend Meilen langen Wanderweg von Mexico bis nach Canada. Ohne bemerkenswerte Vorbereitungen oder vorhergehendes Training macht Cheryl sich auf, 1700 Meilen diesen Trail zu wandern. Sie hat nichts mehr zu verlieren, erhofft sich aber viel zu finden.
Durch die Wüste Kaliforniens über die verschneiten Berge der Sierra Nevada bis zu den Wäldern Oregons. Ganz alleine in der Wildnis, gleicht dies schon fast einem Überlebenstraining.

Zum Teil beschreibt Cheryl die Gedanken und Gefühle die beim wandern über sie herein brechen. Zum anderen Teil liest es sich wie ein ausführlicher Reisebericht und beschreibt die Wildnis und Schönheit der einzelnen Landstriche. Cheryls Gefühle konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen. Obwohl nachvollziehen vielleicht schon aber verstehen, nein. Ich bin eben eine andere Frau als Cheryl. Würde man selbst so eine Reise machen hätte man vermutlich ganz andere Gedanken. Jeder hat eben sein eigenes Päckchen zu tragen. Trotzdem hätte ich beim lesen am liebsten sofort meine Wanderschuhe angezogen und wäre in den Wald gelaufen. Ich dachte mir ich will das auch. Dieses Gefühl von Freiheit und Selbstbesinnung, tiefe Ruhe und Demut im Angesicht der Größe der Natur. Das Buch ist ähnlich z. B. Eat Pray Love oder der Pilgerreise des Harold Fry. Ich muss aber sagen das es dann auch wieder ganz anders ist. Die Pilgerreise des Harold Fry hat mich emotional mehr berührt und Eat Pray Love hat mir mehr Lächeln ins Gesicht gezaubert. Beim großen Trip war die Stimmung doch oft recht trüb was einfach auch mit Cheryls Lebensumständen zu tun hat.  Trotzdem ziehe ich ein positives Fazit unter das Buch. Es war interessant und hat berührt und motiviert. Gerne hätte ich noch mehr über Cheryls Leben nach dem Trail erfahren und ob er einen positiven Einfluss auf ihr weiters Leben gehabt hat.

Ich wünsche euch einen ereignisreichen Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

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