Montag, 20. April 2015

Rezension Der Schneeleopard von Tess Gerittsen

Coverbild vom Randomhouse
Bloggerprortal

Heute erscheint der neue Roman Der Schneeleopard. Dank des Randomhouse Bloggerportals hatte ich das Buch schon seit Samstag und kann euch nun direkt heute meine Rezi dazu zeigen.
Tess Gerritsens Rizzoli und Isles Thriller sind immer wieder lesenswert. Ich liebe die spannenden Fälle mit denen sich Detective Jane Rizzoli und die Rechtsmedizinerin Dr. Maura Isles herum schlagen müssen. Aber nicht nur die Fälle auch die tiefe Freundschaft zwischen den beiden Frauen , die so manche Krise schon überwunden hat, begeistert mich jedes Mal aufs neue. Es macht die Figuren so echt und liebenswert.

Auch dieser Fall ist wieder etwas ganz besonderes, denn er bringt einen Hauch von Afrika nach Boston. Ein sehr bekannter Tierpräparator und Wildtierjäger wird aufgehängt und ausgeweidet wie ein Tier in seiner Garage aufgefunden. Der besonders grausig zugerichtete Körper und die Tatsache das ein wertvolles Leopardenfell fehlt, bringt Rizzolli und Isles genauso auf wiedersprüchliche Fährten, wie die Verfolgung von mehreren Jagdtliebhabern die verdächtig erscheinen. Genauso die Tatsache das bald noch weitere Opfer mit ähnlichen Merkmalen auftauchen. Merkwürdig auch das der Sohn des Opfers vor sechs Jahren in Botswana auf Safari verschwand. Genau auf dieser Safari kamen fast alle Teilnehmer auf mysteriöse Weise ums leben. Es gibt nur eine einzige Überlebende. Jane Rizzoli ist sich sicher das irgendwie ein Zusammenhang besteht und hört dabei wieder ganz auf ihr Bauchgefühl. Kann sie am Ende wirklich alle Fäden zusammen führen ? Dazu muss sie quasi international ermittel und auch in ihrem Privatleben geht es wie immer Rund. Nicht nur das ihre Mutter sich immer noch mit ihrem untreu gewordenen Vater herum plagt. Nein Maura Isles überlegt immer noch ob sie Boston verlässt. Was Jane natürlich alles ganz und gar nicht gefällt. 

Tess Gerritsen ist eine Königin des Spannungsaufbaus. Sie startet mit dem Leser bei den Ereignissen die vor sechs Jahren im Busch in Botswana begannen. Hier findet eine ganz eigene Geschichte statt, mit eigenen Figuren und eigener Handlung. Eindrucksvoll beschreibt sie die Schönheit aber auch die Tödlichkei der afrikanischen Tierwelt. Man kann richtig das wogende Savannengras im Wind spüren. Dann springt sie wieder nach Boston ins hier und jetzt und dem aktuellen Mord. Natürlich bleibt es auch nicht nur bei dem einen. Wir sind schließlich mitten in einem Rizzoli und Isles Fall. Das hin und herspringen zwischen Afrika und Bosten gipfelt dann im Höhepunkt, indem diese beiden Welten miteinander durch eine wichtige Schlüsselperson verbunden werden. Diese Person ist der Erzähler der Afrika Abschnitte. Alles in allem genial konstruiert und verpasst dem Buch damit den perfekten Spannungsbogen. Wie so oft glaubt man als Leser man habe den Täter bereits erkannt und wird dann eines besseren belehrt. Das Ende ist verworren aber dennoch in der Auflösung schlüssig.

Vegetarier und Veganer brauchen allerdings bei diesem Buch starke Nerven. Zahlreiche Jagdszenen und Tierausweidungen sowie die ewige Diskussion um das Raubtier Mensch sind nicht jedermanns Sache. Empfindlichen Leuten könnte das etwas zu viel sein. Ich begrüße so etwas lieber als Diskussionanstoß egal ob man nun Fleichesser ist oder nicht. Das Thema gehört zum Buch dazu und bringt das nötige Flair mit ein, was zur Spannungsvergrößerung dient. 
Schade finde ich das man beim Cover nicht auch einen Leoparden gewählt hat. Das hätte doch gut gepasst. Das Cover ist ganz hübsch hat aber gar keinen Bezug zum Buch. Trotzdem wieder ein sehr gelungenes Buch von Frau Gerritsen. Ich finde es ist einer der besten Rizzoli und Isles Fälle.

Eure Paloma Pixel




dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechten liegen beim Verlag.





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