Menü

Rezension Zwischen Licht und Finsternis




Es wurde für mich mal wieder Zeit etwas fantasievolles zu lesen. Ich wollte etwas mit Spannung, Liebe und kleinen Monstern und ich habe es gefunden, zwischen Licht und Finsternis. Das wunderschöne Hardcover von Cickenhouse/ Carlsen.

Lily ist sechzehn und eine begabte Hackerin. Ihr Vater ist Anwalt für Menschenrechte und Lily versucht hin und wieder ihm mit ihren Computerkenntnissen zu helfen, um Leute auf zu spüren.  Eines Tages schnüffelt sie hinter jemanden her und entdeckt dabei den gut aussehenden Reagan. Doch hinter dem scheint mehr zu stecken als es zuerst den Anschein hat. Dann häufen sich merkwürdige Vorfälle in London und mehrere Mädchen verschwinden. Lily wird mitten in eine Welt hinein gezogen von der sie bisher keine Ahnung hatte. Denn Mitten in London existiert mehr als man auf den ersten Blick sieht.

Das Buch hatte mich dieses mal schon von den ersten Seiten an. Man lernt Lily und ihren Vater kennen und es ist direkt spannend in der Handlung. Man merkt das sie ein gutes Team sind, kann sich Lily als Person gut vorstellen, das ist ja immer wichtig, ob der Charakter auch authentisch ist. Reagan gefällt mir auch sehr gut, da er nicht übertrieben dargestellt ist. Das hätte hier leicht passieren können, da in ihm natürlich mehr Fähigkeiten stecken als Lily zuerst annimmt. Die Geschichte ist ganz gut durchdacht und wir als Leser haben eigentlich genau so wenig Durchblick wie Lily selbst. Reagan zieht sie an der Hand durch eine fantastische Welt in Welt, in der Wesen aus Fabeln genau so auftauchen, wie korrupte Beamte und geheimnisvolle Straßenkehrer. Natürlich nähern sich  Reagan und Lily dabei immer mehr an, obwohl Reagan sich alle Mühe gibt, dass das nicht passiert. Doch er hat nicht mit Lily's Dickkopf gerechnet. Lily ist trotz ihrer Zerbrechlichkeit und der Sache mit ihrer seltenen Blutgruppe mutig und tough. Überhaupt gefiel mir die Sache mit dem Blut überaus gut. Das eine geheime Genetik dahinter steckt, die im weiteren Verlauf der Geschichte noch eine zentrale Rolle spielt, ahnt man schon wie Lily verletzt wird.

Die Wesen im Buch sind alle sehr detailverliebt beschrieben und das müssen sie auch sein finde ich. Das gehört einfach dazu, wenn man über Fantasy- und Fabelwesen schreibt. London ist auch einfach der perfekte Ort für diese Geschichte und es wird nicht mit Schauplätzen gespart. Ob es der Underground, kleine Gässchen, die Themse, die in Büchern sehr beliebte Black Friars Bridge oder St.Pauls Cathedral ist. Da ich Geschichten mit Londoner Flair ausgesprochen gerne mag, ist mir das besonders wohlwollend aufgefallen. Lily's Vater ist allerdings eine sehr tolerante Elternperson. Zu tolerant, dass kam bei mir nicht ganz glaubwürdig an. Ich denke nicht, dass wenn mein Kind ständig nachts weg bliebe und völlig fertig und zerschknautscht, irgendwann wieder auftaucht, dass ich so ruhig bleiben und so schnell wieder nachgeben könnte. Wenn es dann sagt ich bin mal wieder weg, kann dir leider nichts erklären Pops. Ich mochte Lily's Vater als Figur im Buch aber so blieb er doch eher eine nicht ganz glaubwürdige Randerscheinung. Auch eine Szene mit Lily's Schulfreunden und besonders ihrer angeblich besten Freundin Sam blieb eher oberflächlich. Für mich hat sich Lily wie eine Einzelgängerin verhalten. Soziale Kontakte schienen sie nur beim Recherchieren auf Facebook oder Twitter zu interessieren.

Die sozialen Medien waren genial ins Buch eingebaut muss man sagen. Nicht nur durch Lily's Hacker Kenntnisse konnte man sehen das Big Brother uns schon längst überall an öffentlichen Orten beobachtet auch Facebook, Twitter und Co zeigten mehr an, als man immer so denkt und halfen Lily und Reagan bei ihren Ermittlungen nach den verschwundenen Mädchen. Leider half es auch immer wieder der anderen Seite sie zu finden. Was Lily dann tut um einen Teil der Dinge auf zu halten zeigt auch was für einen Einfluss die sozialen Medien heutzutage haben können. Das war ein kritischer Wink mit dem Zeigefinger im Buch der mir auch sehr gut gefallen hat. Lily kam quasi über all rein wo sie wollte. Das Reagan da eher ein altmodischer Typ war, der noch nicht mal ein Handy besitzt erinnerte mich zuerst an einen Verschwörungstheoretiker, aber bei ihm hat das natürlich ganz andere Gründe. Irgendwie ist das sehr süß wie Lily versucht ihn für ihre digitale Welt zu begeistern und er schließlich auch die Hilfe die ihm das bringt annimmt.

Das Ende hat mich ein bisschen an X-Men erinnert. Ich finde damit könnte man einen Teil der Auflösung am Ende am ehesten Vergleichen. Ansonsten war die Story wirklich etwas komplett eigenes. Es gab mehrere unvorhersehbare Wendungen und am Ende hat uns die Autorin ganz schön lange zappeln lassen. Es ist abgeschlossen und ließt sich gut als Einzelband aber das Ende ist so konzipiert das man daraus auch einen Folgeband erstellen könnte. Schauen wir also mal wohin Lily und Reagans Weg noch geht. Es war ein schönes Fantasybuch das man locker weglesen konnte. Nichts schweres oder überladenes, sondern einfach eine gute Geschichte mit einfacher Sprache und schönem Drive.

Zum Buch ( 400 Seiten) erschienen bei /ChickenHouse geht es hier*

Ich wünsche euch einen altmodischen Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

Rezension Zwischen Licht und Finsternis

Kommentare

  1. Hallo Vanessa,

    so unterschiedlich können die Meinungen sein! Mir gefiel das Buch leider gar nicht... zu wenig Erklärungen, zu viel Blut und zu wenig Emotionen :( Leider ^^

    LG, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2015/10/zwischen-licht-und-finsternis.html

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Mary

      Ja, so ist es mir auch schon mit ein paar Büchern ergangen und ich war dann sehr erstaunt, aber wie man bei uns in Köln so schön sagt jeder Jeck is anders und deswegen ist das völlig in Ordnung. Was für den einen zu viel Blut ist, ist für den anderen zu wenig ;-)

      trotzdem schön das du vorbei geschaut hast
      LG

      Löschen
    2. Gerne doch,

      und ja... ist aber auch das Schöne, dass jeder andere Bücher mag - sonst wäre es extrem langweilig und eintönig :P

      LG, Mary <3
      http://marys-buecherwelten.blogspot.de/

      Löschen

Name

E-Mail *

Nachricht *