Sonntag, 31. Mai 2015

Little Time - Short Story



Zu wenig Zeit. Das kennt wohl jeder von uns. Irgendwie scheint sie an allen Ecken und Enden zu fehlen. Da muss man natürlich den Alltag nach Prioritäten abarbeiten. Meist bleibt da zwischen Arbeit, Haushalt, Mann und Kindern nicht mehr viel Zeit für die eigenen Interessen übrig. Vor allem die Hobbys und das "Kümmern" um sich selbst. Dabei ist es gerade so wichtig das wir uns im Trubel und Stress des Alltags auch Zeit für uns selber nehmen. Das ist nicht egoistisch das ist eine Notwendigkeit, um nicht irgendwann unter den Anforderungen unserer selbst und anderen zusammen zu brechen.

Oft bekomme ich zu hören, "ich habe keine Zeit zum lesen wie schafft du das nur "?

Na ich nehme mir die Zeit einfach. Ich kann ziemlich viel, in ziemlich kurzer Zeit lesen. Ich bin ja auch gut im Training. Doch es braucht gar nicht so viel Zeit. Es reicht ja schon aus, wenn man sich die Zeit in der Bahn oder auf der Toilette zum lesen einteilt. Dann liest man eben nicht nur eine Zeitschrift oder döst vor sich hin. Ich habe da einen guten Tipp. Sucht euch Lesestoff der nicht zu lang ist. Mittlerweile gibt es davon jede Menge, sogar von namhaften Autoren, wie z.B. Stephen King oder Jodie Picoult. Stephen King hat eine Kurzgeschichtensammlung die perfekt zum Sommer passt. Frühling, Sommer, Herbst und Tod. Gerade im Ebook Bereich gibt es viele Literatur Quickies fürs Wartezimmer oder die Mittagspause zum abschalten. Der Vorteil von solchen Mini-Ebooks ? Sie kosten nicht mehr, wie eine Tasse Kaffee oder eine Rosinenschnecke. Bei Kindle gibt es ebenfalls die Rubrik Kindle Singles, in der es z.B. Short Storys von Karin Slaughter gibt.

Auch bei einer Kurzgeschichte kann man in eine fremde Welt entgleiten und sich den Gefühlen ganz hingeben, nur eben in kürzerer Zeit. Bei meiner Recherche im Internet, las ich das ein durchschnittlicher Leser ca 300 Wörter in der Minute schafft. Das Durchschnittliche Buch hat 250 Wörter per Seite, also schafft man in ca 1 Stunde um die 70 Seiten. Damit kann man doch schon so einiges anfangen. Wie schnell hat man mal eine Stunde Leerlauf. Während des Fussballtrainings der Kids oder während man aufs Kartoffelgratin im Ofen wartet.

Unter dem Link findet ihr eine Liste von 24 Short Story Ebooks allerdings in Englisch. Viele dieser Short Storys gibt es aber auch in deutscher Übersetzung. http://ebookfriendly.com/books-under-hour-infographic/

Hier geht es zu den Literatur-Quickies von dotbooks http://www.dotbooks.de/catalog/literatur-quickies

Ihr findet aber natürlich überall ein reichhaltiges Angebot auch bei Amazon und ibooks oder beim Buchhändler eures Vertrauens um die Ecke, den ich ausser bei ebooks bevorzuge.

Meine Short Story Tipps wären:


  1. Der Parasit von Karin Slaughter
  2. Der Paradies Trick von Barry Eisler
  3. Herr Hansemann auf Wolke 7 von Silke Schütze
  4. Guns von Stephen King
  5. Gutenberg der Nerd von Jeff Jarvis/Friederike Moldenhauer
  6. Ich diss dich von Arno Strobel
  7. Ach wär ich nur zu Hause geblieben von Kerstin Gier
  8. Leg dich nicht mit Oma an von Alegra Cassano
  9. Giftmischer und andere Detektivgeschichten von McDonnell Matthias Bodkin
  10. Komm ich erzähle dir eine Geschichte von Jorge Bucay/ Stephanie von Harrach
  11. Planetendiebe und andere Science-Fiction Kurzgeschichten von Sven Lennartz
  12. Ist der Herd wirklich aus? Irrwitzige Geschichten aus dem wahren Leben von Mark Spörrle/ Sabine Völkers
  13. Verbrechen von Ferdinant von Schirrach
  14. Miss Marples beste Fälle von Agatha Christie
  15. Die Kuh die weinte von Ajahn Brahm
  16. Von Männern die keine Frauen haben von Haruki Murakami
  17. Das Schwein beim Frisör von Erich Kästner
  18. Die drei ??? und die Geisterlampe 12 Kurzgeschichten von Hendrik Buchna
  19. Horrorgeschichten: Das beste vom Meister der Unheimlichkeit von Edgar Allan Poe
  20. Der ganze Wahnsinn :Storys von Terry Pratchett
So ich denke damit kann man sich schon einmal ein paar Minuten am Tag versüßen. Ich habe mir Mühe gegeben das für jeden Geschmack vom Thriller bis zur Liebe alles dabei ist. Die meisten der Geschichten habe ich selber schon gelesen, ein Paar habe ich auf Grund der positiven Empfehlungen von Freunden in die Liste aufgenommen.

Ich wünsche euch einen zeitlosen Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

Freitag, 29. Mai 2015

Rezension Grrrimm von Karen Duve



Märchen einmal anders erzählt!

Das kleine aber feine Buch von Karen Duve wartet mit fünf verschiedenen Märchen auf, die neu interpretiert werden. Dabei sind sie sarkastisch düster und humorvoll ironisch. Die gute Fee sucht man hier vergebens. Da wird Schneewitchen zur Schlampe und der Froschkönig zum rothaarigen Polizisten.
Es handelt sich also definitiv nicht um die klassische Form der Märchen der Gebrüder Grimm sondern um eine ganz eigene Form, in der die Märchen abgeändert und uminterpretiert werden. Auch Ende gut alles gut passt hier nicht unbedingt. Es war aber durchaus witzig zu lesen. Natürlich kann man es nicht wirklich ernst nehmen. Es ist eher ein "was wäre wenn"- Spiel.
Was wäre, wenn Rotkäppchens Großmutter selbst ein Wolf gewesen wäre? Was wäre wenn Jesus einen nervigen Gefährten gehabt hätte ? Lehn dich zurück und lese was passierte.
Mit knapp 153 Seiten ist das Buch etwas Nettes zum Zeitvertreib und dank des grandios illustrierten Cover auch ein hübsches Geschenk oder Sammelobjekt für alle Märchen Adaptionen Fans. Auch gerne für Freunde des schwarzen Humors. Wer rührselige Märchen sucht sollte sich besser an das Original der Gebrüder Grimm halten. Kurz und Gut, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Zum Buch gehts hier*

Ich wünsche Euch einen märchenhaften Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

Donnerstag, 28. Mai 2015

Bloggerparade Günter Ogger "Die Diktatur der Moral" ?



Heute morgen bin ich auf ein neues Buch gestoßen dessen Titel mich sofort angesprungen hat.

Die Diktatur der Moral

Ich dachte direkt, wieso Diktatur und dann weiter, was ist eigentlich Moral?

Unter Diktatur kann sich wohl jeder von uns etwas vorstellen. Es ist die uneingeschränkte Macht einer Person oder Gruppe. Eigentlich meist politisch gesehen, nur Politik und Moral scheinen mir auch nicht vereinbar zu sein ? Uneingeschränkt kann also jemand über mich und meine Glaubenssätze herrschen ? Ohne Diskussion ? Da ich ein Mensch bin der gerne und viel diskutiert und auch mal gerne infrage stellt, wäre das für mich wohl ein Problem in so einem System zu leben. Aber die Frage ist, tue ich das nicht trotzdem ? Vielleicht merke ich ja gar nicht mehr, wie ich mich der Diktatur der Dinge unterwerfe. Ist das heutige System, du musst schlank,sportlich, vegan, ökologisch, erfolgreich sein sonst darfst du nicht mitspielen nicht auch eine Form von Diktatur der Gesellschaft ? Niemand kann sich davon freisprechen von seiner Umgebung und seinen Freunden etc. beeinflusst zu werden. Wir werden von unserer Umwelt geformt und inspiriert, was ja auch nicht schlecht sein muss. Die Gesellschaft hat sich schon immer umgewandelt und von Jahrhundert zu Jahrhundert neue Normen und Regeln für sich geformt je nach kulturellem Kreislauf.

Die Frage die das Buch bei mir aufwirft ist: Haben wir es übertrieben mit dem Umwandeln der moralischen Normen ? Sind wir gar übermoralisch geworden ? Muss ich wirklich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich in Zeiten von Massentierhaltung und ihren schrecklichen Folgen Fleisch und Eier esse ? Schnell wird man im Restaurant oder an der Supermarktkasse schief angesehen wenn man 1kg Fleisch aufs Band legt. Einige fühlen sich geradezu berufen den Rest der Menschheit zu bekehren. Genauso verhält es sich oft mit fanatischen Fahrradfahrern die an jeder Ampel strafend auf die Autoschlange herab blicken oder anderen Müttern die dich mit ihren Blicken erdolchen wenn du deinem Kind an der Quengelkasse Süßigkeiten kaufst. Da muss man sich dann anhören das es ja kein wunder ist wenn dein Kind kein zweiter Mozart oder Picasso oder Topmanager wird. Das normale Mittelmaß scheint keinem mehr auszureichen. Es muss immer schneller, höher weiter gehen. Diese Kultur des Neides auf andere wird immer weiter kultiviert. Anstatt sich auf sich zu konzentrieren und mit sich im Reinen zu sein.

Man soll nicht die Augen vor der Schrecklichkeit der Welt verschließen. Aber man muss auch nicht bei jeder vermeintlichen Untat des Nachbarn den mahnenden Zeigefinger erheben. Manchmal tut man auch etwas Gutes indem man mal fünfe gerade sein lässt. Damit schafft man auch Raum für Diskussion und verhärtet nicht sofort mit dem Holzhammer die Fronten.
Ich bin auch für eine bessere Welt, ich bin auch dafür das wir ökologischer Leben, das unsere Kinder glücklich werden und Massentierhaltung und Fleischvielfraß abgeschafft werden, aber nicht auf kosten sämtlicher Lebensfreiheiten und Toleranz. Gerade die, die am meisten Toleranz einfordern sind oft die intolerantesten wenn es um Dinge geht die nicht in ihr Konzept passen. Man konnte die Welt noch nie über Nacht verändern. Große Veränderungen brauchen auch viel Zeit. Mit strengen Normen und diktatorischen Glaubenssätzen zwingt man den Menschen all zu schnell etwas auf hinter dem sie nicht stehen.

Um so wichtiger ist es, dass es Menschen gibt die für ihre Überzeugungen einstehen. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Gutmenschen oder moralische Weltverbesserer. Im Gegenteil. Sie sind genauso wichtig wie Pessimisten und Schwarzseher, denn sie halten uns immer wieder den Spiegel vor und erinnern uns an unsere guten Vorsätze. Sie verkörpern Extreme so das wir uns in der Mitte einpendeln können. Jeder auf seiner Höhe und nach seinen Möglichkeiten. Dafür sind sie unverzichtbar. Das bewegt etwas.

Wenn jetzt Günther Ogger von einer Diktatur der Moral spricht, dann denke ich das wir bei Moral immer noch eine Wahl haben, ob wir diese in uns aufnehmen oder nicht. Ob wir sie zu unserer eigenen machen oder uns nur ein Stückchen davon abschneiden. Auf jeden Fall macht es die Welt nicht unbedingt schlechter, wenn man die Finger von Extremen lässt. Denn schnell schlägt so etwas um. Ich denke da nur an die Diskussion um die gleichgeschlechtliche Ehe. Wie schnell sich in der heutigen Zeit die Welt in zwei Lager spalten kann. Der Gedanke sich mit Biolebensmitteln und exzessivem Sport oder materiellem Erfolg davon frei zu kaufen ist da wohl all zu einfach. Schaut her, ich trage ein Rainbowshrirt auf meiner Joggingrunde, trinke danach einen probiotischen Smoothie und rette danach die Wale indem ich bei Geenpeace spende. Ich muss mir also keine Gedanken machen. Ich bin ein guter Mensch, die anderen die sollen mir das erstmal nachmachen.

Doch so einfach ist das nicht. Natürlich ist auch dieses Engagement lohnenswert. Denn es ist besser als gar keins. Deswegen möchte ich auch diese Menschen nicht verurteilen sondern ihnen Danken, denn durch sie rückt so etwas ins Bewusstsein. Natürlich könnte man auch hier sagen das ist diktatorische Moral. Man muss so sein, sonst fällt man aus der neuen Norm. Aber mal ehrlich so etwas hat es schon immer gegeben. Schon immer snd Leute aufgefallen, haben sich nicht an die Spielregeln gehalten oder waren besonders extrem in ihren Ansichten. Die Kunst bestand doch schon immer darin, den goldenen Mittelweg zu finden. Es ist heute nur vergleichsweise schwieriger geworden. Manchmal sollte es auch einfach mal in Ordnung sein nicht die Meinung aller zu teilen. Das muss man akzeptieren. Dann ist das eben so. So lange niemand in seiner Freiheit durch die Moral oder Meinung eines anderen stark eingeschränkt oder verletzt wird finde ich das ok. Denn wir dürfen das erste Gebot unserer Demokratie nicht vergessen und die Moral ist ein Bestandteil davon.

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Jetzt bin ich gespannt was Günther Ogger in seinem Buch dazu sagt. Ihr findet es hier* erschienen bei dtv und als ebook. Ich habe es noch nicht gelesen. Das Thema hat einfach meine Gedanken angeregt und deswegen wollte ich eine Art Gedankenpost darüber schreiben.

Ihr findet dazu auch eine Diskussionsrunde bei dtv hier*
und eine Fragerunde mit dem Autor auf lovelybooks hier*

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Rezension Meeresflüstern

Coverbild vom Randomhouse
Bloggerportal


Zum Sommer, der ja gerade vor unseren Türen steht, passt natürlich besonders gut ein Buch das sich mit Sonne, Strand und Meer beschäftigt. In Meeresflüstern geht es um die siebzehnjährige Elodie. Sie hat einiges durchgemacht. Ihr über alles geliebter Vater ist gestorben und sie kommt damit einfach nicht zurecht. Deshalb beschließt sie, für ein halbes Jahr zu ihrer Großtante nach Gurnsey, einer kleine Insel in der Nordsee zu ziehen um zur Ruhe zu kommen und ihre Gedanken zu ordnen. Eine kleine Insel mitten im Meer, obwohl Elodie panische Angst vor dem Wasser hat und ihre Knöchel schon anfangen zu brennen und zu jucken wenn sie Wasser nur sieht.
Auf Gurnsey freundet sich Elodie schnell mit Ruby an die sie mit anderen Jugendlichen auf der Insel bekannt macht. Es könnte jetzt eine wirklich gute Zeit auf der Insel werden, wären da nicht die bösen Vorahnungen einer alten Wahrsagerin und das tote Mädchen, was plötzlich gefunden wird. Mitten auf einer Wiese und dennoch ist das Mädchen Lauren ertrunken und Lauren hatte Elodie zuvor erst in Rubys Clique kennengelernt.
Was haben die vier mysteriösen Jungen, die die Mädchen aus der Clique zuvor kennen gelernt haben damit zu tun und wer ist der wunderschöne Junge, der Elodie immer wieder im Traum erscheint ? Das Meer hält mehr Überraschungen bereit als Elodie lieb ist.

Das Buch brachte eine tolle Sonne, Sand- und Meerstimmung rüber. Es lässt sich bestimmt prima im Urlaub am Strand lesen. Die Story an sich war ausergewöhnlich und geheimnisvoll. Der Leser wird sehr im unklaren über die Hintergründe gelassen. Er bekommt nur immer wieder ein paar Bröckchen hingeworfen die einen kleinen Teil der Geschichte erhellen, man ahnt aber schon das da noch mehr dahintersteckt.
Allerdings wurde mir die Spannung immer etwas madig gemacht und das lag leider an Elodie. Sie ging mir passagenweise furchtbar auf die Nerven. Ihre ewige Unentschlossenheit. Ihre verwirrenden, kitschigen und übertriebenen Gedankengängen konnte ich kaum folgen. Es war für mich einfach unverständlich. So eine Art von übertriebenen Gefühlen, wie sie so ganz plötzlich gegen jede Vernunft bei ihr auftauchten, hätte die Story meiner Meinung nach gar nicht gebraucht und hat es mir schwer gemacht weiter zu lesen. Ich wollte wissen was nun hinter der Geschichte steckt aber Elodie ging mir so auf die Nerven das ich keine Lust mehr hatte weiter zu lesen. So blieb eine großartige Story hinter dem übertriebenen Liebeswirrwar von Elodie zurück.

Trotzdem ist die Geschichte wirklich gut und auch der kleine mahnende Zeigefinger, von wegen schützt unsere Meere besser sonst schlagen Sie vielleicht einmal zurück oder wir gehen alle unter, hat mir gefallen. Auch die berühmt berüchtigte Sage von Meerjungfrauen und Nixen finde ich  ist wunderschön in die Geschichte eingeflossen. Da es ja eine Trilogie ist, bin ich gespannt ob uns in den nächsten Bänden mehr Aufklärung über Elodie und den Tod des anderen Mädchens erwartet. Auch über die zahlreichen weiteren Meeres und Landbewohner gibt es noch einiges heraus zu finden.

Zum Buch erschienen bei cbj geht es hier*

Homepage zu der Trilogie http://www.meeresfluestern.de

Ich wünsche euch einen meeresrauschenden Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

Sonntag, 24. Mai 2015

Ich bin ein Bücherwurm, kein Literaturkritiker !

Foto editiert von mir mit Enlight



... und ich will auch kein Kritiker sein.

Letztens las ich einen Artikel, dass wir als Bücherfreunde und Buchblogger doch gar nicht qualifiziert genug seien um über Bücher urteilen zu können.

Stimmt. Ich habe weder Germanistik noch Journalismus studiert. Ich arbeite nicht in einem Verlag oder bin Buchhändlerin und das muss ich auch gar nicht.

Denn ich urteile nicht über Bücher, ich verlege sie nicht und ich verleihe ihnen auch keine Preise.

Ich LESE sie.

Ich fühle sie, ich versinke in ihren Welten. Ich lache und weine über ihnen. Ich rieche ihr Papier oder ich sehe sie im dunklen auf dem Ebook Reader leuchten. Sie erhellen mir dunkle Stunden und sie versüßen mir trübe Tage. Sie rauben mir den Atem oder den letzten Nerv. Manchmal streicheln sie deine Seele und manchmal wirfst du sie lieber in die Ecke. Du bildest dir eine Meinung und diese Meinung ist oder sollte frei und unabhängig sein. Meine Gedanken sind frei und passen in keine Kritik.

Ich schreibe über sie nicht, um über sie zu urteilen, sondern weil ich den Austausch mit anderen Lesern suche. Ich will gar kein Kritiker sein. Ich möchte meine Freude mitteilen, wenn mir ein gutes Buch gefallen hat oder meiner Enttäuschung luft machen, wenn mich ein gehyptes Buch enttäuscht hat. Dafür schreibe ich meine Blogeinträge, für mich und für Euch. Nicht um jemandem zu gefallen, nicht um Werbung zu machen. Ich bekomme keinen Cent dafür, dass ich ein Buch vorstelle oder eine Rezension schreibe. Vielleicht hat man Glück und bekommt öfter mal ein Leseexemplar umsonst geschickt oder man gewinnt bei einer Leserunde ein Buch. Schreibe ich Mist, dann liest es eben keiner und das ist dann auch schon die größte Strafe für mich. Dann kann ich mich nämlich auch mit niemandem darüber austauschen.

Mal ganz von all dem abgesehen. Die Geschmäcker sind doch so verschieden. Der eine mag keine Liebesromane der andere kein Fantasy. Da ist eine Kritik doch auch immer Geschmackssache. Der eine verreisst ein Buch völlig weil es ihm überhaupt nicht gefallen hat, der andere findet das Buch wunderbar und liebt es abgöttisch. Wozu brauche ich dann einen Literaturkritiker ? Mein eigener Geschmack entscheidet.

Was ich brauche sind Anregungen, Neuerscheinungen, Infos, Lesungen, Werbung für neue Bücher, Austausch mit Autoren und anderen Bloggern. Ich brauche eine sich bewegende Lesewelt in der ich von Verlagen, Autoren, Portalen und Mitbloggern mit einbezogen werde. In der nicht ein Wort oder ein Buch verpönt ist, denn ein gutes Buch bedeutet für jeden etwas anderes.

ich wünsche Euch einen lesereichen Tag

Eure Paloma Pixel

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Freitag, 22. Mai 2015

Rezension Der Monstrumologe



Der Monstrumologe ist um es kurz und bündig zu sagen, dass perfekte Buch um an Halloween oder einem düsteren nebligen Tag gelesen zu werden. Schon das schwarz graue Cover in dem nur ein paar rote Blutstropfen glitzern gibt uns einen Hinweis in welche Richtung das Buch geht.

Nach langer Zeit werden Will Henrys Tagebücher gefunden. Aus Mangel an Informationen über ihn beginnt man diese zu lesen und was man da zu lesen bekommt, ist in gleicher Weise schaurig, wie unglaublich faszinierend. Will Henry ist ein Waisenkind und lebt bei seinem Vormund Dr. Pellinore Warthrop. Dem einzig anerkannten Monstrumologen weit und breit. Denn Monster die Nachts unter deinem Bett lauern, die gibt es eben wirklich.

Der Doktor, wie Will Henry ihn nennt, ist gleichermaßen schwierig wie intelligent. Doch er ist alles was Will Henry noch hat und Will Henry ist dem Doktor "unentbehrlich". Sein Leben ist nicht leicht und doch erträgt er es mit einer sanften Demut, die nicht dem Naturel eines Zwölfjährigen entspricht. Schließlich ist er nicht irgend ein Junge, sonder Dr. Warthrops Assistent. Eines Abends kommt ein alter Grabräuber mit einem schaurigen Fund zur Tür des Doktors, einer Leiche in die sich ein zahnbesetzes Monster ohne Kopf dafür mit Augen so tief wie Totenseen verbissen hat. Der Doktor ist sofort Feuer und Flamme aufgrund seiner neuen Herausforderung. Will Henry ringt eher mit der Übelkeit die der Gestank des Monsters auslöst. Dr. Warthrop weiß genau das diese Monsterart hoch gefährlich ist. Sie ernährt sich von Menschenfleisch. Es gilt schnell zu Handel, wenn nicht noch schlimmeres passieren soll. Doch es kommt ja immer anders als man denkt und die Sache wird sich als gefährlicher und komplizierter erweisen als zunächst angenommen. 

Das Buch soll 1888 Spielen und das wird auch perfekt in Setting des Buches verkörpert. Besonders merkt man das auch, in der sehr blumigen und altertümlichen Sprache die Rick Yancy beim schreiben gewählt hat. Ich hatte mit dieser sehr ausschweifend, umschreibenden Sprache keine Probleme. Mir hat das eher sehr gut gefallen. Ich könnte mir aber denken das das nicht jedermanns Fall ist. Die Geschichte ist stellenweise sehr düster und gruselig. Man könnte perfekt einen Horrorfilm daraus drehen. Es ist aber nicht zu übertrieben ich habe schon viel blutigere Thriller gelesen. Die Stimmung im Buch stimmte einfach. Zum Ende spitzt sich dann alles noch mal zu.

Etwas schade finde ich das Rick Yancy den Aufbau so gewählt hat, dass er zu anfangs ein Stückchen Geschichte von Will Henry vorweg nimmt. Das hätte meiner Meinung nach gar nicht sein müssen und hat dem Ende einen ticken Spannung genommen. Trotzdem war das Buch gut. Ich könnte es gar nicht so ganz genau in ein Genre stecken. Es war einfach anders, aber gut. Ein paar Passagen zogen sich etwas endlos in die Länge, so das es mir schwer viel am Ball zu bleiben. Ich wollte das Buch aber unbedingt zu Ende lesen und bin dran geblieben. Das wurde dann auch belohnt. Wer also das etwas verrückte, kauzige und altertümliche gemischt mit Monstern und Horror mag, der ist bei diesem Buch richtig. Es erinnerte mich auch ein bisschen an Sleepy Hollow falls euch das weiterhilft. 

Zum Buch erschienen beim Lübbe Verlag geht es hier.

Ich wünsche euch einen monströsen Tag 

Eure Paloma Pixel

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Dienstag, 19. Mai 2015

Rezension These Broken Stars



Soweit ich weiß ist These Broken Stars bis jetzt nicht auf Deutsch erschienen. Ich habe die Geschichte auf Englisch gelesen und war begeistert. Es handelt sich um eine intensive Liebesgeschichte in einer distopischen Zukunftswelt, in einem Sci Fi angehauchtem Setting. Eigentlich sind all diese drei Dinge nicht so mein Ding. Die Geschichte überzeugt aber mit verdammt guter Spannung, herzergreifenden Szenen und zwei Hauptcharakteren die man einfach ins Herz schließen muss und Oh mein Gott dafür wird man belohnt. Ich habe das Buch verschlungen.

Lilac Laroux ist ein verwöhntes gutaussehendes Töchterchen. Ihr Vater ist der reichste und Einflussreichste Mann in der Galaxis. Sie ist an Board des größten Raumschiff Luxusliners den er und seine Firma jeh gebaut haben. Der Icarus. Auch Tarver Merendsen ein junger Major der als Held aus einem Kriegsgebiet zurück kehrt ist an Board. Seine Welt ist eine völlig andere als Lilacs und dennoch fasziniert sie ihn, vom ersten Augenblick an, als er sie sieht. Doch er weiß auch das sie niemals zusammen sein könnten, denn in dieser Welt sind Frauen wie Lilac für Tarver absolut Tabu, was auch mit an Lilacs Vater liegt. Doch dann passiert das unfassbare. Die Icarus erleidet einen technischen Defekt und das Raumschiff, sammt der tausenden von Menschen an Board zerschellt auf dem nächsten Planeten. Durch einen glücklichen Zufall erreichen Tarver und Lilac die selbe Rettungskapsel und überleben als einzige  den Crash. Völlig mutterseelenalleine auf einem fremden Planeten der viele Gefahren für sie bereit hält. Schnell merken Tarver und Lilac das irgend etwas oder jemand merkwürdiges auf dem Planeten vor sich geht. Tarver ist genervt von Lilac doch sie müssen zusammenhalten. Er als Soldat weiß sich zumindest mit einigen Survivalskills zu helfen, nur hatte er noch nie jemanden wie Lilac im Schlepptau. Ihre hochhackigen Schuhe und ihr Kleid sind auch alles andere als praktisch wenn man einen Wüsten- und Waldplaneten durchqueren muss. Die beiden verbringen ziemlich viel Zeit mit Streiten und schließlich auch damit zu merken, dass so verschieden sie auch sind, sie sich doch das selbe von ihrem Leben wünschen. Sie verlieben sich. Mittlerweile sind sie sich gar nicht mehr so sicher ob sie überhaupt noch gerettet werden wollen von dem einsamen Planeten. Doch alles kommt auf einmal ganz anders als sie denken, denn sie entdecken etwas auf dem Planeten der ihre Sicht auf das Leben und die Welt für immer verändert.

Hui die Geschichte nimmt durch den dramatischen Untergang der Icarus sehr schnell an Fahrt auf. Vorher werden uns quasi nur die beiden Hauptfiguren Lilac und Tarver näher vorgestellt und wir tauchen zum ersten mal in ihre Gedanken ein. Auf dem geheimnisvollen Planeten selbst kommt die Stimmung der unterschwelligen Bedrohung die Lilac und Tarver zusammenschweißt sehr gut rüber. Es war einfach atemlos spannend. Die Liebe von Lilac und Tarier wächst langsam aber beständig und ist am Ende felsenfest und wunderschön. Das Sci-Fi Setting spielte beim lesen überhaupt keine Rolle mehr. Man wünschte Tarver und Lilac so sehr das sie einen Weg finden zu überleben und sollten sie doch von einem Rettungsteam gefunden werden das sie ihre Klassenunterschiede überwinden können. Denn eins ist den beiden klar. Sollten sie gerettet werden muss ihre Liebe geheim bleiben. Der doch sehr überraschende Wendungsteil in der letzten Hälfte des Buches hält dann nocheinmal eine absoluten Kracher bereit. Er ist zwar ein bisschen sehr weit her geholt und irgendwie auch typisch amerikanisch. Hat mir aber trotzdem gut gefallen. Die Geschichte geht nun mit Band 2 These Shattered World weiter. Man darf gespannt sein.

Wer mehr über Autoren und Buch wissen will hier die  Homepage

ich wünsche Euch einen galaktischen Tag

Eure Paloma Pixel

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Sonntag, 17. Mai 2015

Reihenportrait - Black Dagger



Die bekannte sexy Mysterieserie um die Bruderschaft der Black Dagger von J.R. Ward ist wohl mittlerweile zu einem echten Klassiker geworden. Jeder der auf Buchvampire steht und den plastisch beschriebene Sexszenen nicht abschrecken ist hier genau richtig. Die Bücher sind relativ dünn mit ca 300-350 Seiten. Jedes Buch der Reihe bleibt zwar in den Gefilden der Bruderschaft behandelt aber immer ein anderes Thema oder/und eine andere Lovestory. Die Hauptfiguren an sich bleiben immer gleich. Mal kommen neue hinzu die auch bleiben oder wieder verschwinden. Insgesamt gibt es mittlerweile 26 Black Dagger Bände weitere folgen. Der nächste erscheint am 8. März 2016. Der Absatz läuft also wohl sehr gut, denn sonst gäbe es nicht so viele.

Natürlich werden in den Büchern die üblichen Klischees bedient, und damit meine ich nicht unbedingt die Vampire. Große Liebe, schwache Frauen, harte Kerle mit weichem Kern. Er liebt mich nicht, sie liebt mich nicht, er tut es doch, es ist kompliziert. Er ein Mensch, sie ein Vampir oder anders herum. Zwischendurch wird das ganze mit einer großen Portion Sex durchgerührt. Ausserdem kommen noch einige Kampfszenen mit den Lessern, den natürlichen Todfeinden der Vampire hinzu. Der Kampf gegen Gut und Böse.

Jetzt könnte man sagen ist das nicht ein bisschen zu viel Klischee ?
Nein, den J.R.Ward hat es mit ihrem wunderschön flüssigem Schreibstil und ihrer Wortwahl geschafft dem ganzen ein Leben einzuhauchen das jenseits von Klischee liegt. Alles andere ist Geschmacksache. Jemand der zu so einer Reihe greift will mitgenommen werden in das Traumland wo er schwach sein darf und gerettet wird. Wo er retten darf und der große Held ist. Die Reihe ist sehr wohl nicht nur was für Mädels sondern auch für Kerle. Allerdings würde ich anhand der Sexszenen so etwas nicht gerne in den Händen eines 14 Jährigen sehen. Die Szenen kann man nicht unbedingt immer uneingeschränkt in der Öffentlichkeit lesen, auf die Gefahr hin rot zu werden.

Die Reihe nimmt einen mit. Die Charaktere sind gleichzeitig faszinierend, man möchte sein wie sie oder absolut nicht sein wie sie. Die Geschichte und die Geheimnisse die sich immer wieder auftun sind spannend, man will wissen was dahinter steckt und auch wie der Kampf Vampirrasse gegen Lesser weitergeht. Schaffen die Vampire es zu überleben ? Ein paar Tote gibt es zu beklagen.

Mir gefällt das die üblichen Vampirklischees so gut wie komplett weggefallen sind. Keine Fledermäuse, kein Knoblauch, keine Särge usw. Es handelt sich eher um moderne Vampire mit SUV, Handys und Computern. Keine glitzernden Körper sondern Elitekämpfer auf Feldzug. Die Bruderschaft hat eher etwas von einem Swat-Team. Das einzige Manko Sonnenlicht,ungehobelte Manieren und die Liebe.

Um jeden Charakter der Bruderschaft rankt sich dann noch einmal eine eigene Legende die es gilt in den Einzelbänden heraus zu finden. Meist ist die dann auch mit einer großen Liebesgeschichte verknüpft. Denn zumindest haben unsere Brüder politisch korrekten Sex mit ihrer Auserwählten die dann auch bald geheiratet wird. Wobei dies in Vampirart etwas anders abläuft. ( ja die amerikanischen Autoren)

Wenn ihr euch für diese Reihe interessiert kommt hier ein kleiner Überblick über die ersten 10 Bände die ich mittlerweile gelesen habe. Erschienen bei Heyne. Jeder Band hat einen anderen Untertitel und eine andere Farbe. Das Layout ist aber immer das selbe. Ein bisschen unpraktisch finde ich das die Bände auf dem Buchrücken nicht durchnummeriert sind. Man muss also immer aufpassen welcher Titel nach welchem kommt. Wobei man die Bände auch einzeln lesen kann. Jedem Band ist eine Art Vorwort angeführt, das die wichtigsten Begriffe aus dem Buch klärt und thematisch könnte man die Bände auch einzeln lesen. Allerdings erstrecken sich ein paar der Liebesgesichten über zwei Bände.Das liegt wohl daran das im amerikanischen Original dies ein Band ist. Warum bei der deutschen Übersetzung die Geschichten so auseinander gerissen werden mussten um daraus noch mehr kleine Einzelbände zu machen ist mir schleierhaft. Ich finde das ein bisschen profitgierig. Ich habe sie deswegen separat noch einmal dazu geschrieben.

Band 1 Nachtjagd               (Liebesgeschichte Beth und Wrath)
Band 2 Blutopfer                (Liebesgeschichte Beth und Wrath)
Band 3 Ewige Liebe           (Liebesgesichte Mary und Rhage)
Band 4 Bruderkrieg            (Liebesgeschichte Mary und Rhage)
Band 5 Mondspur               (Liebesgeschichte Bella und Zsadist)
Band 6 Dunkles Erwachen  (Liebesgeschichte Bella und Zsadist)
Band 7 Menschenkind        (Liebesgeschichte Marissa und Butch)
Band 8 Vampirherz             (Liebesgeschichte Marissa und Butch)
Band 9 Seelenjäger             (Liebesgeschichte Vishous und Jane)
Band10 Todesfluch             (Liebesgeschichte Vishous und Jane)

Ich wünsche Euch viel Spass mit der Reihe wenn ihr sie anfangen möchtet. Hier geht es zum Heyne Verlag und Band 1.

Eure Paloma Pixel

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Freitag, 15. Mai 2015

Rezension Blood and Chocolate



Zuerst einmal stelle ich die alles entscheidende Frage Team Werwolf oder Team anderes Fabelwesen? Vampir? Zombie ? Da gibt es ja mittlerweile richtige Fanlager, spätestens seit Twilight. Ich bin übrigens Team Wolf. Blood and Chocolate ist 2010 beim Heyne Verlag erschienen.

In Blood and Chocolate geht es aber rein um Wölfe, allen voran die 16 jährige Vivian und natürlich um die Liebe. Kann uns jemand wirklich lieben so wie wir sind ? Mit all unseren Fehlern oder in Vivians Fall mit dem Werwolfrudel im Nacken ? Denn sie verliebt sich in Aiden, einen Menschen. Ihr Rudel ist davon ganz und gar nicht begeistert. Ihr eigener Vater wurde von Menschen getötet und seit dem hält sich das Rudel streng unter Seinesgleichen. Vivian selbst ist mit Herz und Seele Wolf. Sie liebt es im Mondschein ihre menschliche Hülle ablegen zu können und frei durch die Wälder Marylands zu laufen. Was sollte daran verwerflich oder falsch sein ? Doch wie wird ihre erste große Liebe reagieren wenn er davon erfährt das sie nicht nur menschlich ist? Kann er akzeptieren das in Vivian auch noch etwas anderes schlummert ? Dann ist da ja auch noch der gutaussehende Gabriel aus ihrem Wolfsrudel der Interesse an ihr bekundet. Ob Aidens Liebe zu ihr stark genug ist um all diese Hindernisse zu überwinden ? Das Rudel würde ihn am liebsten loswerden und das verheisst nichts Gutes für seine Gesundheit. Welche Rolle wird Gabriel noch spielen und wird Vivian sich für den richtigen Mann entscheiden ?

Das Buch war ganz gut geschrieben und war in einem Rutsch durchgelesen. Das Wolfsrudel und Vivians nächtliche Streifzüge waren wunderschön beschrieben. Es war eine leichte Liebeslektüre für zwischendurch. Auch der Herzschmerz kommt nicht zu kurz wobei ich aber keine einzige kitschige Stelle gefunden habe. Die Werwolfgeschichte die mit eingewoben war, machte das ganze noch ein bisschen interessanter. Es erinnerte an Sommerferien und Sommerliebe und das nicht immer alles so ist wie es auf den ersten Blick scheint, auch die erste große Liebe nicht. Das Ende war unerwartet hat mir aber durch die Entwicklung, die einige Charaktere im Buch machen sehr gut gefallen. Schön war auch das Vivian im ganzen Buch so stark und unabhängig blieb. Es hätte einfach nicht gepasst wenn sie als Werwölfin gekuscht und sich irgend jemandem gebeugt hätte.

Der gleichnamige Film dazu hat übrigens ein komplett anderes Ende und auch eine veränderte Story. Wer diesen schon kennt, dem kann ich nur sagen das das Buch komplett anders und viel viel besser ist. Gerade was das Ende angeht.

Ich wünsche Euch einen wölfischen Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Rezension Himmelschlüssel

Cover vom Randomhouse
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Puh...

Der Thriller Himmelschlüssel von Kristina Ohlsson hat mich ganz schön mitgerissen. 2012 herausgegeben scheint er heute von einer so großen Aktualität zu sein, wie noch nie. Denn es ist noch gar nicht so lange her, dass unsere Welt von ganz ähnlichen Ereignissen, die Flugzeuge und auch Terrorismus betreffen durchgerüttelt wurden. Kristina Ohlsson kennt sich aus. Sie hat nicht nur im schwedischen Verteidigungs- und Aussenministerium gearbeitet sondern auch als Terrorismussexpertin bei der OSZE. Sie weiß also worüber sie schreibt. Umso besser hat mir das am Buch gefallen. Man merkte einfach das hier jemand schreibt der die Arbeitsabläufe, in so einem Fall der Fälle wirklich kennt. Umso authentischer kam das Buch bei mir rüber und man konnte so auch wirklich etwas über die Politik in solchen Fällen lernen. Es war einfach rundum interessant und verdammt spannend.

Himmelschlüssel ist bereits Ohlssons vierter Krimi/Thriller und auch in diesem lässt sie das Ermittlerduo Alex Recht und Fredrika Bergmann ermitteln. Diese spielen zwar nicht mehr im selben Team, da sie mittlerweile andere Jobs haben aber ziehen trotzdem am selben Strang. Denn es geht um viel. Ein vollbesetzes Flugzeug auf dem Weg von Stockholm nach New York droht in die Luft gesprengt zu werden und Bergmann und Recht kämpfen nicht nur gegen die Zeit sondern auch gegen die Politik. Beides entpuppt sich als schier unlösbares Rätsel. Was wollen die Erpresser wirklich? Stecken noch andere Motive hinter der Wahnsinnstat? Als sie dann noch erfahren das ausgerechnet Alex Rechts Sohn der Co-Pilot der betroffenen Maschine ist, setzten sie alles daran die Maschine zu retten. Doch es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und die verschiedenen Regierungen arbeiten auch nicht gerade mustergültig zusammen. Was halten die Amerikaner wohl davon eine entführte Maschine in ihren Luftraum zu lassen und welche Rolle spielt die undurchsichtige Chefin Eden Lundell der schwedischen Antiterroreinheit ?

Wer auf Politthriller a la Bourne Verschwörung steht. Dieses Buch ist noch besser. Bis zur letzten Sekunde war es so unklar und spannend, dass dieser Zustand auch nach Weglegen des Buches noch anhielt. Und es macht nachdenklich. Sehr nachdenklich. Denn Passagen darin scheinen mir heute 2015 rückblickend fast schon prophetisch. Schön ist eben das Kristina Ohlsson den nötigen Background mitbringt um ihre Geschichte auch mit den nötigen Fakten zu unterfüttern. Dabei überfrachtet sie den Leser aber nicht mit Fachbegriffen oder komplizierten Regierungsabläufen sondern schreibt ihren Charakteren die verschiedenen Aufgabengebiete auf den Leib. Da gibt es den Ministerpräsidenten, den polizeilichen Ermittler, den Verbindungsmann, die Chefin des Geheimdienstes usw. Jeder Charakter bekommt von ihr Ecken und Kanten und man erfährt als Leser auch ein paar private Dinge über die Figuren. So erschafft sie ein stimmiges Bild und bringt einem die Charaktere näher, die in dieser bedrohlichen Situation miteinander agieren. Auch die politische Einstellung der verschiedenen Länder und Regierungen ist interessant dargestellt. Man könnte jetzt denken die Amerikaner kommen etwas Klischeehaft rüber, aber ich fürchte in diesem Fall ist das einfach auch zutreffend. Genauso übrigens auch die Drahtzieher hinter der Tat. Denn auch sie werden im Laufe vom Leser immer mehr beleuchtet. Es ist, als ob man als Leser Teil des Ermittlerteams wäre.

Himmelschlüssel hat mir wirklich gut gefallen und mich überascht. Die 474 Seiten sind wie im Flug vergangen und das Ende. Tja das Ende ist eine ganz andere Geschichte. Vielleicht kommt da noch mehr ? Es wäre ein Thema zu dem ich auch Kristina Ohlssons nächstes Buch lesen würde, denn sie verbindet wunderbar die Realität mit einer fiktiven Geschichte. Zum Glück gab es ein Nachwort in dem noch einmal ausdrücklich steht das die Geschichte fiktiv ist. Ich hätte sonst einmal nachsehen müssen ob sie nicht doch genau so passiert ist. Denn nur Sekunden können über dein Leben entscheiden.

überzeugt euch selbst zum Buch gehts hier Himmelschlüssel/RandomHouse

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

Freitag, 8. Mai 2015

Schund oder Literatur ? Wer entscheidet ?

Literarische Diamanten
sind oft schwer zu finden.
Gibt es Literatur oder Bücher die diese Bezeichnung nicht verdienen ? Ist der Groschenroman wirklich weniger wert als der Literaturklassiker? Entstammt er nicht genauso der Fantasie eines Autors? Ist der Inhalt eines Ebooks anders zu bewerten als ein gedrucktes Buch, was ich in die Hand nehmen kann? Bestimme ich den Wert eines Buches, nur anhand seines tatsächlichen Materials, also der Tinte und dem Papier? Oder geht es vielmehr um die Welt in die ich eintauchen kann, wenn ich dieses Buch lese? Ist eine Welt die nur 99 Cent am Bahnhof kostet also weniger wert wie eine 19,95 Welt aus dem Buchladen?

In letzter Zeit kamen ein paar Diskussionen in meinem Umfeld auf. Es fing an mit "so einen Schund kannst du doch nicht lesen, der ist doch nichts wert". "Ich mag ihn aber und lese ihn gerne" war die Antwort darauf. Die Geschmäcker sind verschieden und die Preise sind es auch. Kann ich einen Jerry Cotton also genau so wertschätzen wie einen Goethe? Vom literarischen Wert für die Menschheit sicherlich nicht. Vom persönlichen Geschmack jedoch schon. Genauso vielfältig wie die Menschen, sind auch ihre Buchgeschmäcker.

Ich finde nicht das man jemanden sagen kann das er ein bestimmtes Genre nicht lesen sollte, bloß weil es in meinen Augen keine richtige Literatur ist. Ich mag auch kein Chic Lit und lese es deswegen einfach nicht. Das heisst aber nicht, dass ich jemanden die Freuden an diesem Genre madig machen muss oder die Arbeit der Autoren, die so etwas schreiben nicht zu würdigen weiß. Auch würde mir niemals einfallen zu sagen, dass ein bestimmter Preis für ein Ebook zu teuer ist, weil ich ja da gar kein Papier zum anfassen habe. Ebooks sind günstiger im Preis weil der Verlag oder Autor keinen Druck in Auftrag geben muss und damit auch Material und Lager, sowie Vertriebskosten gespart werden können. Aber der geistige Inhalt eines Buches und damit auch der eigentliche Wert, sind doch bei einem Ebook genau gleich vorhanden, wie bei der selben Geschichte im Print. Also muss ich dem Autor auch den Respekt für seine Arbeit zollen und zahle dann auch pur für seine Fantasie. Ein Ebook illegal zu downloaden ist genau so schlimm wie jemandem das Tagebuch zu klauen und dann laut vor der Klasse vorzulesen.

Schade finde ich es auch immer wieder, dass bestimmte Genre einfach keine Literaturpreise gewinnen. Die Rahmen für solche Preise sind sehr eng gesteckt und wirken auf mich immer wie bewusst hoch intellektuell gehalten, was ja auch irgendwo ok ist. Ich finde aber das auch öfters mal Bücher die die breite Masse betören so einen Preis verdienst hätten und dann nur deswegen nicht ausgewählt werden weil die Literaturpäpste die Nase über die Massenkompatiblität rümpfen. Dabei kann doch durchaus etwas literarisch wertvolles auch Massenkompatibel sein? Natürlich gibt es viele Bücher die vor allem für eine breite Zielgruppe von Jugendlichen und ratsuchenden Frauen geschrieben sind, die rein wirtschaftliche Interessen vertreten. Das bleibt jedem selbst überlassen ob er sich für den immer gleichen Einheitsbrei entscheidet oder sich selbst mit einem Buch außerhalb seiner Komfortzone überrascht.

Wer fundierten und fachmännischen Einblick in die Literaturwelt bekommen möchte dem empfehle ich die Seite von Karla Paul Buchkolumne

Lasst euch nicht einreden was euch gefallen muss, bloß weil es gerade "in" ist und jeder liest. Schreibt mir Eure Meinung dazu in die Kommentare! Es würde mich sehr interessieren ob ihr auch schon Erfahrungen mit solchen Aussagen zu Euren Büchern gemacht habt.

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden.

Samstag, 2. Mai 2015

Rezension zu Hellwach

Hellwach
Achtung Spoiler Spoiler und noch mehr Spoiler !

Dieses Buch hat mich echt Nerven gekostet und das nicht weil es nicht gut war, aber es war unerwartet. Es war so anders als ich gedacht hatte. Ich habe das Buch bei Lovelybooks zur Leserunde gewonnen. Vielen Dank noch einmal dafür.
Angekündigt wurde es als leichter Feel-Good Roman. Perfekt für den Sommer, da es um Kiri geht die ihre Sommerferien alleine verbringen muss. Ihre Eltern sind auf einer Kreuzfahrt und ihr großer Bruder hat keine Zeit für sie. Ausserdem ist sie eigentlich schwer beschäftigt da sie für einen wichtigen Klavierwettbewerb übt und da ist ja auch noch Lukas ihr bester Freund mit dem sie an einem Bandwettbewerb teilnimmt und in den sie heimlich ein bisschen verknallt ist. Alles in allem könnte das Kiris perfekter Sommer werden, doch dann kommt alles ganz anders. Plötzlich ruft ein fremder Mann an und sagt er habe noch Sachen von ihrer Schwester. Ihrer toten Schwester. Der Anruf reißt Kiri völlig aus der Bahn. Die brave Tochter die zielstrebig Klavier übt und immer lieb ist gibt es plötzlich nicht mehr. Vielleicht hatte es sie aber auch nie gegeben. Kiri reißt sich selbst in einen Strudel aus Drogenkonsum und Verrücktheiten und merkt selber erst ziemlich spät das mit ihr etwas nicht stimmt.

Es ist ein Roman über den man eigentlich gar keine "normale" Rezension schreiben kann. Der Drogenkonsum in dem Buch, der oft als etwas zu leicht und fluffig beschrieben wird ist nicht gerade das was ich mir unter Jugendroman und Feel-Good vorstelle. Es entspricht zwar leider heute der Realität das es "In" ist zu kiffen und auch Härteres zu konsumieren, trotzdem hätte ich doch starke Bedenken einem 14 Jährigen dieses Buch in die Hand zu drücken. Jedenfalls nicht alleine und ohne weitere Erklärung und die fehlt in dem Buch leider. Jede Art von Droge und dazu gehört auch das Kiffen wirkt in deinem Gehirn. Viele meinen immer Kiffen ist halb so schlimm wäre ja eine natürliche Substanz blablabla. Diese Buch zeigt natürlich auch auf eine eindrucksvolle Weise wie man sich eine drogeninduzierte Psychose schiessen kann. Dafür muss man so etwas nicht mal regelmässig machen. Ich kann nur jedem raten die Finger von dem Zeug zu lassen, wenn ihr euer Bewusstsein erweitern wollt dann lest ein Buch das das tut. Lebt einfach mal aber lasst die Finger von den Drogen den die nehmen euch einen wichtigen Teil Eures Lebens und das sind die echten Emotionen.

In dem Buch geht es aber nicht nur um den ausschweifenden und sehr leichtsinnigen Drogenkonsum. Nein zusätzlichen muss sich unsere Protagonistin noch mit dem  erstmaligen Auftreten einer psychischen Erkrankung herum schlagen. Natürlich fehlt ihr selbst völlig die Einsicht, das dass was sie tut nicht normal ist. Da zunächst niemand da ist dem erste Anzeichen auffallen könnten, ist auch niemand da der gegensteuert. Nicht nur das sie den Tod ihrer Schwester nicht verarbeitet hat, hinzu kommt noch das ihre Eltern ihr darüber die Wahrheit verschwiegen haben. Danach bricht alles über lange Zeit zurückgehaltene aus Kiri hinaus. Der Druck immer die perfekte fügsame Tochter zu sein. Die Hohen Erwartungen an sich selbst und die ihrer Eltern und der strengen Klavierlehrerin. Ihre unerwiderte Schwärmerei für Lukas, der sie abweist. Die Trauer über den Verlust ihrer Schwester und das Unverständnis warum ihre Eltern so damit umgegangen sind. Die schockierende Art und Weise wie sie gestorben ist und das sie Kiri angelogen hatte. Da spielt es auch keine Rolle das sie frisch verliebt ist. Erkrankungen machen auch vor der Liebe nicht halt. Leider.

War Kiri vorher eine Gesellschaftskifferin, zieht sie es jetzt vor, ihre überwältigenden Gefühle mit erhöhten Konsum und Alkohol zu betäuben. Durch den ganzen Druck und Drogenkonsum schläft sie nicht mehr und ist nun vollendet in der manischen Phase gelandet. Eben hellwach. Sie schwingt sich lieber mitten in der Nacht im kurzen Kleidchen auf ihr Fahrrad und fährt im Regen durch den gefährlichsten Stadtteil. Nur Skunk in den sie sich verliebt hat und der ähnliche psychische Probleme hat wie sie, ist eine kleine ruhige Insel in Kiris ansonsten so aufgewühlter Psyche. Doch auch er hat eben sein Päckchen zu tragen, trotzdem ist die Liebesgeschichte der beiden wunderschön. Sie zeigt eben auch wie psychisch Kranke die Welt sehen. Ihre eigene Welt. Ich denke das Buch kann dafür ein Anker sein. Was ist denn schon vermeintlich "normal"? Jeder der keine psychische Erkrankung hat oder hatte kann das sehr schwer nachvollziehen. Oft wird diesen Thema totgeschwiegen. man will eben kein Spats oder Freak sein. Doch gerade in der Teenagerzeit manifestieren sich oft solche psychischen Probleme.

Das Buch beschreibt in wunderbaren Worten was in einem erkrankten Menschen für Gefühle und Gedanken vor sich gehen. Es beschreibt die widersprüchlichen Gefühle. Das der Erkrankte eigentlich schon merkt das das, was er tut nicht unbedingt gut ist aber auch irgendwo nicht anders kann und wie schwer es ist dort wieder einen Weg für sich zu finden. Das man selber oft gar nicht mitbekommt was man da eigentlich wirklich tut. Das Kiri versucht es zurückzuhalten und zu vertuschen weil sie schon merkt das andere ihr Verhalten komisch finden. Das eben auch nicht immer die Krankheit eine Rolle spielt. Das es durchaus schöne Momente gibt. Momente der Hoffnung. Das man nicht einfach "nur" ein Freak ist. Kiri und Skunk schaffen es ja immerhin zum Bandwettbewerb und sind richtig gut. Ich denke das das einem betroffenen Jugendlichen auch Mut machen könnte wenn er so etwas liest.

Wenn mit Drogen in dem Buch kritischer umgegangen würde wäre es eine Verzerrung der Realität wie sie einfach in vielen Fällen wirklich ist. Das uns das nicht gefällt ändert nichts daran das es genau so tagtäglich passiert. Es ist wie eine Mahnung schau richtig hin! Geht es deinem Kind , deinem Freund usw. wirklich so gut wie er immer behauptet? Ob das nun unbedingt in einem Jugendroman verpackt werden muss? Ich finde es sollten eher die Erwachsenen lesen damit sie sich besser in die Welt ihres erkrankten Kindes einfühlen können. Ich würde an Stelle des Verlages die Altersangabe noch einmal überdenken und vielleicht ein Vorwort o.ä. einfügen und vielleicht sogar am Ende eine Hotlinenummer bei der sich Betroffene melden können.

Hellwach überrascht also mit ernstem Thema das nicht immer überzeugend verpackt ist. Dabei ist es aber so wunderschön bildhaft und flüssig geschrieben das ich immer weiter lesen wollte obwohl ich Kiri am liebsten bei jeder zweiten Seite geschüttelt hätte. Das Knallbonbon Cover sprach mich zuerst gar nicht an. Ich fand es nichts sagend. Im Nachhinein muss ich aber sagen das es zu dem Buch passt. Es ist genauso abstrakt, chaotisch und bunt wie die Probleme die auf Kiri im Buch warten.

Macht euch ein eigenes Bild

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.