Sonntag, 26. Juli 2015

Rezension Ferdinand von Schirach 'Verbrechen'



Das kleine weiße Buch was so unschuldig daher kommt, aber in rotem Schriftzug Verbrechen in sich trägt.

Ferdinand von Schirach ist Strafverteidiger und Autor. Er schreibt Geschichten aus dem Leben auf. Aus dem Leben eines Anwalts und den Fällen seiner Mandanten. Ob es sich um wirklich autobiografische Geschichten handelt oder Teile frei erfunden sind, spielt eigentlich keine Rolle für mich. Beim lesen glaubt man ihm jedes Wort und kann sich sofort vorstellen das es genau so passiert ist. Seine Erzählungen sind brutal ehrlich und lassen kein unschönes Detail aus. Sie stellen dabei aber nicht die Frage nach dem richtig oder falsch. Die Moral bleibt außen vor. Es geht um Tatsachen. Die Dinge sind so und so passiert und Punkt. 

Dabei wird durchaus Verständnis für Beweggründe der Täter geweckt oder auch die Niederträchtigkeit des menschlichen Wesens bedauert. Die Arbeit von Richter und Staatsanwälten kommt einem als Laie immer sehr weit weg und theoretisch vor. Hier sieht man, dass auch dort Menschen mit großer Verantwortung und schlechtem Schlaf dahinter stecken. Einfühlsam beschreibt von Schirach, wie es sich an fühlt wenn man zum Mörder oder überhaupt strafffällig wird. 

Ich musste das Buch in einem Rutsch lesen. Ich war zum Teil entsetzt, berührt oder abgestoßen. Insgesamt finden sich 11 kurze Fälle oder auch Lebensschicksale in dem Buch. Von Schirach schreibt in der Ich-Form und erzählt sozusagen die Geschichten seiner Mandanten. Das 205 Seiten kurze Buch erschienen im Piper Verlag hätte von mir aus noch länger sein können. Zum Glück gibt es mit 'Schuld' und 'Tabu' noch weitere Bände die ich jetzt unbedingt noch lesen muss. Keine leichte Kost die einem da auf der Seele hängt aber so einzigartig geschrieben das es sich lohnt darüber nachzudenken.
Zum Buch erschienen im Piper Verlag geht es hier *
Zur sehr schönen Homepage von Ferdinand von Schirach als Autor hier *

Ich wünsche Euch einen verbrechensfreien Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

Montag, 20. Juli 2015

Zeugenkussprogramm




So heißt das neue Buch von Eva Völler, die einigen bestimmt schon von der Zeitenzauber Trilogie bekannt ist. Diese habe ich absolut verschlungen ! Als ich also die Leserunde auf Lovelybooks entdeckte, musste ich mich einfach dafür bewerben und siehe da .... es hat geklappt. Ich habe eins der begehrten Exemplare gewonnen und kann euch bald mit einer tollen neuen Rezension zum Zeugenkussprogramm beglücken. Es ist der erste Band von Eva Völler in der neuen Reihe Kiss & Crime und erscheint bei Bastei Lübbe.

Zur Lovelybooks Leserunde vom Zeugenkussprogramm an der ich auch teilnehme gehts hier*

 Zum Buch selbst, das am 13 August bei Bastei Lübbe erscheint geht es hier*

Zum Auftakt der Kiss & Crime Reihe hat sich Bastei Lübbe eine Menge für seine Leser ausgedacht. Es gibt nicht nur eine XXL Leseprobe von Zeugenkussprogramm, es gibt auch eine Bonusstory geschrieben aus der Sicht des schnuckeligen Personenschützers Pascal vom LKA.

Zur Bonus Story gehts hier*
Zur Bloggerchallenge mit Gewinn gehts hier*

Ebenfalls gibt es einige Sonderaktionen auf den sozialen Netzwerken. So kann man z.B. mit 5 anderen zusammen eine Tour in der Rhön am Schauplatz des Buches gewinnen mit Meet & Greet. Solch ein Aufwand um das neue Buch zu bewerben finde ich toll. Leider wird soviel Werbung ja nicht jedem Autor zuteil, Eva Völler hat's verdient. Ihr Schreibstil ist einfach toll und man findet immer sehr schnell in ihre Geschichten hinein. Genauso ging es mir diesmal mit den ersten Seiten, als ich Protagonistin Emily und ihre schrullige Familie kennen lernte.

Hast du jetzt auch Lust auf Kiss & Crime ? Dann lade dir doch schon mal die kostenlose Bonus Story und verfolge die Leserunde. Bis jetzt kann ich nur sagen es lohnt sich. Ich verschlinge gerade die Kapitel.

Ich wünsche euch einen kriminalistischen Tag

Eure Paloma Pixel


dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Rezension "Sirenenlied" von Tanja Heitmann



Das Meer,
für manch einen nur eine übergroße salzige Badewanne. Andere wiederum spüren sofort die sanfte Brise und den Geruch nach Salz und Tang.  Es bedeutet Beständigkeit und Wandel. Ebbe und Flut, Rückzug und Wiederkehr. Beständigkeit und Chaos. Es kann sanft aber auch gnadenlos sein.
Das Meer war schon immer die Heimat unzähliger Geschichten. Es ist Ort der Entspannung und der Ruhe aber auch der ungezügelten Kraft und Wildheit der Natur. Geschichten wie Mobby Dick oder der alte Mann und das Meer gehören genau so dazu wie der Kraken aus Fluch der Karibik oder Arielle die kleine Meerjungfrau. Überhaupt sind Meerjungfrauen ein sehr beliebtes Romanthema. Meistens sind sie dabei auf der Seite des Guten. Helfen Schiffbrüchigen oder wünschen sich Beine. In Tanja Heitmanns Buch üben sie eine ganz eigene Art von Magie aus. Ihr Sirenenlied bringt die Männer um den Verstand und nicht nur um den. Es bringt sie auch um ihr Leben. Mit den Frühjahrsstürmen kommt die Gefahr auf die schottische Insel Cragganmore. Die Sirenen singen ihr Lied, auch der gutaussehende Josh kann sich ihnen nicht entziehen. Wird es ihm gelingen dem Lockgesang der Sirenen zu wiederstehen ?

Sirenenlied war wirklich gut geschrieben. Schnell konnte ich mich in Josh hinein fühlen und seine innere Zerrissenheit nachvollziehen. Die ganze Meeresstimmung kommt gut rüber. Man spürte beim lesen richtig den Wind in den Haaren. Das Buch ist mit 127 Seiten schnell gelesen, eignet sich mit Sicherheit auch hervorragend als Urlaubslecktüre am Strand. Es war spannend und das Ende ist offen aber in einer anderen Art und Weise, als man jetzt denken könnte. Mir gefiel es gut. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Beziehung zwischen Josh und Eileen intensiver beschrieben worden wäre, vor allem hat mich der Zeitschnitt dabei gestört. Ich hätte dieser Liebe gerne beim Entwickeln zugeschaut. Das Vergnügen wurde durch den Zeitsprung etwas genommen, wenn dann hätte ich dort vorher noch etwas mehr Zeit vergehen lassen. Trotzdem fand ich die Geschichte gelungen, wenn auch noch Fragen offen bleiben. Wer ein kurzweiliges Buch im handlichen Format sucht und Meeresgeschichten liebt, die nicht dem üblichen Arielleklischee entsprechen ist hier richtig.
Zum Buch erschienen im Heyne Verlag gehts hier *
Zur Homepage der Autorin gehts hier*

Ich wünsche Euch einen stürmischen Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

Sonntag, 12. Juli 2015

Rezension "Per Anhalter durch die Galaxis"



Schon lange wollte ich den Auftakt zu Douglas Adams fulminantem Raumzeitkontinuum lesen. Die Geschichte ist gleichermaßen verrückt wie kompliziert und der Auftakt zur Kult-Trilogie.

Arthur Dent liegt im Matsch vor seinem Haus. Warum er da liegt ? Sein Haus soll abgerissen werden und er ist natürlich absolut dagegen. Allerdings spielt das an diesem schönen sonnigen Tag nun auch keine Rolle mehr. Denn in kurzer Zeit wird die Erde gesprengt werden, um einer neuen Hyperraum Umgehungsstraße Platz zu machen. Das weiß Arthur nur noch nicht. Was Arthur auch noch nicht weiß ist, dass sein bester Freund Ford Perfect kein exzentrischer Alkoholiker, sondern ein Reiseführerschreiber und Lebenskünstler vom Planeten Beteigeuze ist. Ford weiß das die Erde gleich untergeht und er verfügt über das lebensnotwendige Wissen und den Reiseführer "Per Anhalter durch die Galaxis" so dass sie eventuell überleben könnten. 

Ich habe noch nie einen Roman mit so vielen neuen Wortschöpfungen gelesen. Er ist von vorne bis hinten verwirrend phantastisch. Alles ist mit Witz und einer gewissen Ironie geschrieben. Die Grundgeschichte von Arthur auf seiner Reise durch die Galaxis ist der rote Faden, an dem man sich entlang hangelt. Alle übrigen Passagen ergeben nicht immer Sinn oder sind für die Grundgeschichte absolut unwichtig aber unterhaltsam. Adams schafft eine völlig neue utopische Welt, in der man nicht mehr weiß wo oben und unten ist. 

Arthur und auch Ford sind keine Superhelden die durchs Universum fliegen. Sie sind eher zwei Looser die durch die Gegend stolpern und denen der Zufall immer wieder hilft. Dabei werden Fragen aufgeworfen die sonst nur große Philosophen fragen. Was machen wir hier im Universum ? Was ist der Sinn und Zweck? Sind Mäuse wirklich nur Mäuse und wie weit lässt sich die Unendlichkeit berechnen ? Arthur, Ford und ihre neuen Gefährten werden zu allem Übel noch verfolgt und gejagdt. So hatte sich Arthur sein überleben als letzter Erdling nicht unbedingt vorgestellt. 

Ihr merkt schon an meiner Beschreibung. Dieses Kultbuch ist kein alltäglicher Freizeitroman. Taucht selber ein in die Galaxis der unendlichen Möglichkeiten. 

Zum Buch erschienen beim Heyne Verlag gehts hier*
Folgebände:
Das Restaurant am Ende des Universums 
Das Leben das Universum und der ganze Rest 

Ich wünsche euch einen galaktischen Tag. 

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

Freitag, 3. Juli 2015

Portrait für It-Girls




Schon lange wollte ich Alexa Chungs Buch "it über Style" haben. Nicht weil ich ein Fan von Alexa bin. Ich muss gestehen, dass ich sie in der Riege der so genannten Socialites eher etwas farblos finde. Trotzdem hat mich das rosafarbene Büchlein mit dem glitzernden Auge und dem nostalgischen Stoffeinband angezogen. Ich lese ganz gerne so genannte Promibücher. Es gehört ja zum guten Ton in Hollywood seine Lebensvorstellung, seinen Sport oder seine Ernährungsweise in ein hippes Buch zu packen und dies auch mit Zahnpastalächeln zu vermarkten. Aber Hand aufs Herz, wer liest nicht gerne Klatsch und Tratsch aus Hollywood und sei es nur im Wartezimmer ? I love it.

Manchmal sind die Tipps und Tricks aus der Traumfabrik auch gar nicht so schlecht. Ich habe mir durchaus schon super Make up und Stylingtipps aber auch Rezepte oder Shoppingtipps abgeguckt. 

Alexas Buch ist aber eher ein Biopic. Eine Ansammlung von skurril bunten Fotos , die ich nicht immer ein zu ordnen weiß. Schnell stellt man fest das sie ein Siebziger, Twiggy und Festival Fan ist. Das Buch hat inhaltlich keinen roten Faden. Es ist keine Geschichte die nach und nach aufgebaut wird. Es ist ein Samelsurium von Alexas Erlebnissen und Gedanken zu Musik, Styling und Mode. Dem finden und verlieren und wiederfinden des eigenen Stils. Sie nennt ihre Inspirationsquellen und was sie an ihnen so liebt. Das ganze ist eher etwas verrückt und grunge. Alexa erzählt fast Tagebuch mäßig aus ihrer Kindheit und was sie dazu bewegt sich nach bestimmten Arten zu kleiden. 

Wer also ein Buch sucht, dass ihm konkrete Tipps zu Style und Kleidung  liefert ist hier falsch. Das Ganze erinnert eher an einen künstlerisch gestalteten Bildband. Nur ohne Kunst und mit Text. Für Fans von Alexa ist das Buch sicher super. Ich fand es ganz witzig und es ist schön an zu sehen. Das rosa Stoffcover macht sich gut als Deko. Mehr ist das Buch aber auch nicht. Ich hätte mehr Modebilder auch von Alexas Looks erwartet oder eine ausführlichere Geschichte zu ihrem Werdegang. Meine Erwartung wurde also ein bisschen enttäuscht aber ich wurde gut unterhalten auch wenn das Buch etwas konfus und verrückt ist.
Zum Buch gehts hier*

Go for it.

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Alle Rechte liegen beim Verlag und/oder Alexa Chung. Originalausgabe 2013 bei Penguin Books London, 1. deutsche Auflage 2014 beim mvg-verlag. Cover von Alexa Chung und Stefanie Posavec, bearbeitet von Maria Wittek