Mittwoch, 26. August 2015

Rezension ' How to be Parisian'



wherever you are.

Es ist ein Lebensgefühl was die Pariserinnen uns anderen voraus zu haben scheinen. Die Leichtigkeit des Seins. Spielerisch durchs Leben gehen und dabei mit zerzausten Haaren und No make up doch so verführerisch und gut aussehen, dass alle anderen neidisch werden. Wie machen die das ? Jetzt kann es jeder nachlesen. Im Buch, dass von vier waschechten Pariserinnen geschrieben wurde, kann man sich Tipps holen wie man sein ganz eigenes Paris in sich selbst finden kann. Mit viel Witz und Charme wird uns das Savoir vivre erzählt. Übersetzt heisst das soviel wie verstehen zu Leben, und das tun die Französinnen.

Herzlich leicht und luftig werden die Vorzüge dieser Frauen heraus gestellt. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie werden spritzig die Höhen und Tiefen des Lebens aufs Korn genommen. Dabei wird nicht mit guten Tipps und Widersprüchlichkeiten gegeizt, es ist eine Satire auf das Leben. Die Quintessenz ist, doch nicht alles immer zu ernst zu nehmen, als letztes sich selbst. Die Pariserin ist eben nicht nur fabelhaft, sondern auch ein bisschen verrückt. Sie erlaubt es sich einfach perfekt unperfekt zu sein und damit herrlich entspannt. Das ganze Buch über musste ich schmunzeln und am Ende wollte auch ich diesen Entspanntheitsgrad erreichen und dachte, Moment mal irgendwie hat dich diese Lektüre jetzt ein bisschen erleichtert. Dir den Druck genommen immer perfekt sein zu wollen und dir Lust gemacht sofort ein Ticket nach Paris zu kaufen.

In dem Buch gibt es besondere Kapitel wie z.B. übers Mutter sein : Das ein Kind nicht der Mittelpunkt der Erde sondern ein Satellit, mit dem man auf der selben Umlaufbahn Dinge erleben kann ist oder das man im Büroalltag mit einem Kater immer noch irgendwie produktiv und tres chic sein kann. Natürlich dürfen Kapitel über Mode, Schönheit und die Liebe nicht fehlen. Hallo wir reden hier von Paris! Nicht umsonst die Geburtstädte von Chanel und die Stadt der Liebe. Wie kann mir meine Lieblingsjacke zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen und brauche ich wirklich so viel Make up? Das Buch vermittelt uns ein Bild der Pariserin die ihr Gesicht mit stolz so trägt wie Gott und ein bisschen Yves Saint Laurent Touch Eclat es schuffen. Wie inszeniere ich mich perfekt und was will uns der berühmte Pariser Schmollmund sagen ? Einige andere Kapitel klären eher philosophische Fragen. Was besagt die Pariser Melancholie ? Andere haben durchaus gute praktische Lebenstipps parat. Diese werden natürlich auf die ganz eigene französische Art geklärt, also sehr ambivalent.

Wir finden sogar Buchempfehlungen, was in einem gut sortierten Buchregal der Pariserin nicht fehlen darf. Ich habe leider noch kein einziges der empfohlenen Bücher gelesen. Werde mir jetzt mal eins heraus picken und das nachholen. Das süße Nichtstun wird so kraftvoll beworben im Buch, dass man sich direkt in die Ruhe eines malerischen Pariser Straßencafés versetzt fühlt. Kleine Momente der Ruhe und des Glücks sind der Pariserin genau so wichtig wie Hektik und Trubel auf einer Party.

Die Sprache im Buch ist fast schon poetisch. Wunderbar ausgeschmückt mit vielen Zitaten und Fotos. Dabei lernt man auch ein Stück französische Geschichte kennen die für Pariser Frauen eine Bedeutung hat. Nicht nur die Namen von Modeschöpfern sondern die starker Pariserinnen die vorher da waren und den Weg für Frauen allgemein geebnet haben. Die Pariserin würde niemals eine Schönheits OP machen, sie steht zu ihrem Alter, denn es ist das Gesicht ,was ihr ihre Geschichte gegeben hat. Sie freut sich über das Gesicht von heute, denn es ist das, was sie sich in 10 Jahren zurück wünscht. Sehr pragmatisch.

Nimm dir Zeit, dir die Zeit zu nehmen
denn sonst tut es keiner für dich.

Es sind sogar einige, laut den Autorinnen unverzichtbare Rezepte im Buch die jede Pariserin kennen muss. Denn in Paris geht man Samstags abends nicht aus. Zu viele Touristen, sondern trifft sich mit Freunden bei jemandem zu Hause zum Essen. Die Franzosen und ihre Küche sind eben untrennbar miteinander verbunden. Für die Pariserin aber bitte in High Heels.

Das Buch vermittelt einem also Pariser Lebensgefühl in allen Bereichen: Essen, Schlafen, Arbeiten, Party machen, Kinder kriegen, mit dem Partner streiten, Freunde finden, das perfekte Dinner und natürlich die Mode. Am Ende des Buches finden sich sogar noch die wichtigsten Adressen für jede Lebenslage vom Museum über Boutiquen bis zum Restaurant. Wer also in nächster Zeit einen Trip nach Paris plant, dem kann ich wärmstens empfehlen vorher dieses Buch zu lesen. Vielleicht kann man dann die Pariser etwas besser verstehen oder auch nicht. Denn das rätselhafte an dem Chic in Paris bleibt rätselhaft, genau so wie die Pariserinnen eben sein wollen.

Zum Buch der französischen Lässigkeit geht es hier *

Ich wünsche Euch einen französischen Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

Sonntag, 23. August 2015

Rezension ' Weiße Magie - mordsgünstig'



Dieses Buch war mal wieder ein totaler Coverkauf. Ich weiß steinigt mich, weil ich immer so oberflächlich bin und mich von schönen glitzernden, bunten Einbänden, zarten Lesebändchen und wunderschönen Illustrationen einlullen lasse. Es ist aber einfach so. Ist das Cover total grau und nichtssagend, dann fällt es mir einfach nicht auf. Da muss ich das Buch sonst schon gezielt suchen, weil ich etwas gutes darüber gehört haben. Bei Spontankäufen, geht es bei mir zu 99% nach dem Cover und ich habe sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen mit den Büchern gemacht die dadurch in meinen Händen gelandet sind. Dieses hier war eine sehr gute Erfahrung.

Das es dabei um einen Mord mit Tarotkarten geht, fand ich noch interessanter. Jetzt bin ich zwar vom Okkulten so weit entfernt wie ein Marshmallow zum Mond aber das heißt nicht, dass ich mich dafür nicht interessiere. Gerade wenn man skeptisch ist, weil man etwas nicht versteht, sollte man sich damit beschäftigen finde ich. Selbst ich bin stolze Besitzerin eines Tarotkartendecks was ich nur einmal ausgepackt haben ;-) Dabei glaube ich nicht das es übersinnlicher Fähigkeiten bedarf sondern einfach nur guter Menschenkenntnis, um jemandem die Karten zu legen. Interessant daran ist ja eher was verrät mir die Frage die ich den Karten stelle über mich selbst ? Wie wünsche ich mir die Antwort die mir die Karten geben ? Dann brauche ich sie mir nämlich gar nicht mehr zu legen, ich habe meine Antwort gefunden.

Im Buch erfährt unsere Protagonistin Alanis das ihre Mutter ermordet wurde. Diese hat sie seit 20 Jahren nicht mehr gesehen, weil sie unschön auseinander gingen. Auf einmal erfährt sie das ihre Mutter ihr einen kleinen Hexenladen in der Kleinstadt Berdache vererbt hat. Das lässt sie nichts Gutes ahnen, denn ihre Mutter war eine in mehreren Bundesstaaten gesuchte Trickbetrügerin und Alanis befürchtet, dass sie beim Kartenlegen den falschen übers Ohr gehauen hat. Trotz allem was passiert ist zieht es Alanis an den Ort des Geschehens. Sie will den Mörder ihrer Mutter entlarven und übernimmt kurzfristig den Laden. Sie hat zwar keine Ahnung vom Tarot, aber die spezielle Erziehung die sie bei ihrer Mutter genossen hat, macht es ihr leicht sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

Der Einstieg ins Buch ging unheimlich leicht. Alanis ist zwar nicht die sympathischste Protagonistin aber sie ist entwaffnend ehrlich. Ohne Beschönigungen und mit sehr sarkastischem Unterton wird das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter erzählt. Obwohl sie zweifellos eine sehr intelligente Frau ist und viel mehr aus sich heraus holen könnte, lehnt sie ihre Fähigkeiten als zweifelhaftes Erbe ihrer Mutter ab. Jede Tochter kennt wohl das Problem das man nicht so sein oder werden möchte wie seine Mutter. Bei Alanis ist das aber eine ganz andere Stufe, denn wenn man eine Mutter wie sie hatte dann bleibt einem nur noch der rabenschwarze Humor übrig. Sie verbindet mit sich und ihren Fähigkeiten etwas negatives, weil ihre Mutter dieselben Fähigkeiten für Lug und Betrug nutzte. Im Buch kann sie sie zum ersten mal für etwas positives Einsetzten, nämlich den Mörder ihrer Mutter zu finden und ihre Betrugsopfer zu entschädigen. Das erscheint mir auch der Grund, warum es sie nach 20 Jahren dann doch an den Ort des Geschehens zieht, denn eigentlich hatte sie mit ihrer Mutter abgeschlossen und ihre Mutter wohl auch mit ihr. Doch ein Funke glimmt in Alanis der sie voran treibt. Sie weiß selber nicht so genau warum. Es scheint als hätte sie die letzten 20 Jahre unter einer Käseglocke gelebt und eine Maske getragen und nun ist sie auf der Suche.
Man geht also mit unserer Protagonistin nicht nur auf die Suche nach dem Mörder sondern auch auf die Suche nach ihrer eigenen Identität.

Das Tarot ist dabei der rote Faden durchs Buch. Jedes Kapitel beginnt mit einer neuen Tarotkarte, die stellvertretend für den Inhalt oder ein Ereignis im nächsten Kapitel steht. Die Karten sind dabei nach dem klassischen Ryder Tarot illustriert. Auch die Kartenlegesessions die Alanis im Buch durchführt sind illustriert, so dass man das Legesystem im Buch vor sich sieht, als säße man mit am Tisch. Das hat mich in die richtige Atmosphäre versetzt. Da Alanis auch keinen blassen Schimmer vom Tarot hat, braucht der Leser das auch nicht. Alles ist im Buch selbsterklärend. Dadurch das Alanis als Protagonistin so bodenständig und skeptisch ist, hat das Buch übrigens keinen Hauch von Esoterik abbekommen. Es ist wirklich durch und durch ein Kriminalroman. Für Alanis ist das Kartenlegen nur ein Mittel zum Zweck. Ihre sarkastische und humorvolle Sichtweise auf die Welt hat mir gefallen, auch der Hauch von schwarzem Humor. Sie ist sehr durchsetzungsfähig und mutig, verlässt sich ganz darauf das sie die Leute anhand ihrer Erfahrungen in der Trickbetrügerszene durchschaut. Ausserdem ist sie eine scharfe Beobachterin und kennt keine Hemmungen. Sie erinnert als Protagonistin ein bisschen an einen weiblichen Sherlock.

Im Buch darf natürlich auch das knistern der Liebe nicht fehlen. Ja es gibt da jemanden. Mehr verrate ich aber nicht. Diese zusätzliche Komponente wird immer mal wieder eingestreut, weil es dort auch um Informationsaustausch geht. Mir hat sie zusätzlich Spass gemacht beim lesen und sie hat für Überraschungen beim Showdown gesorgt. Im Buch wechseln sich aktuelle Ermittlungen immer wieder mit Rückblicken in Alanis Kindheit und diesen kleinen Liebesszenen ab. Das war eine gute Mischung. Alanis hatte zwar eine kriminelle Kindheit aber es gibt in ihr auch eine Stimme der Vernunft. Sie ist nicht völlig Gewissenlos, wie ihre Mutter. Nach und nach erfahren wir an den Rückblickszenen warum Alanis ist wie sie ist, und was damals zwischen ihr und ihrer Mutter passiert ist. Sagen wir mal so, es ist schon starker Tobak. Mit manchem hätte ich nicht gerechnet mit anderem schon. Die ganze Geschichte ist gut durchdacht und erklärt so auch Alanis Sichtweise auf Leben.

Mit den perfiden Trickbetrügermethoden die sie quasi mit der Muttermilch aufgesogen hat versucht Alanis den Täter zu entlarven und sie lässt sich weder durch die Lovestory, noch durch Drohungen davon abhalten. Die Geschichte wird richtig spannend und hält mehrere Wendungen für uns bereit. Über allem schwebt die Frage, ob Alanis aus den Schatten der Vergangenheit heraus treten kann. Kann man seine Kindheitsprägungen missachten ? Kann sie sich von ihrer Mutter endgültig befreien wenn sie ihren Mörder findet ? Alanis versucht es, auch wenn sie mit all ihren Fähigkeiten ihrer Mutter ähnlicher ist, als ihr lieb ist. Deswegen sind die Kindheitserinnerungen auch immer so erzählt das ein Abstand zischen Alanis und "dem Mädchen" in den Rückblicken entsteht. Im Buch macht Alanis dann eine Entwicklung durch, sie taut auf und entwickelt Gefühle die sie längst verloren glaubte und spürt zum ersten mal wieder so etwas wie Glück. Die Lösung des Falles ist dann einfach phantastisch auch das Ende mit Hoffnungsschimmer für Alanis. Ausserdem wird es noch einmal arg spannend und richtig gefährlich für sie. Sie hatte es wirklich nicht leicht im Leben, hat viel verloren und am Ende noch etwas dazu gewonnen. Den Frieden mit sich selbst.

Zum Buch erschienen im dtv gehts hier *
Zum Autor Steve Hockensmith der noch mehr tolle Kriminalromane geschrieben hat geht es hier *

Ich wünsche euch einen mordsmässigen Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

Freitag, 21. August 2015

Rezension ' Showdown im Zombieland'

Die Zombies sind wieder los...




... und haben wie immer jede Menge schwarzen Schleim, Angst und Spannung im Gepäck. Wer das jetzt schon eklig findet der braucht gar nicht darüber nachzudenken diese Reihe zu lesen. Denn die Bücher von Gena Showalter gehen nicht zimperlich mit unserem Gemüt um. Aber keine Sorge es geht nicht nur um Zombies sondern auch immer um Liebe und Freundschaft. Die Bücher sind also nicht im Horrorgenre einzuordnen sondern im Jugendbuch und Romantasybereich.

Auch im dritten Teil begleiten wir Ali Bell und ihre Truppe Z-Jäger im Kampf gegen Zombies und die übermächtig scheinende Firma Anima, die sowohl Ali als auch ihre Freunde als Versuchskaninchen für ihre illegale und menschenverachtende Forschung missbrauchte. Das Buch knüpft nahtlos an den zweite Teil an. Es gibt nur kleine Rückblick Momente und die betreffen ausnahmslos Ali und ihren überaus heißen Freund und Elitekämpfer Cole. Ali und Cole sind endlich wieder zusammen und würden gerne ihre Zweisamkeit geniessen. Vor allem Ali hat alle Bedenken über Bord geworfen und würde auch gerne sexuell gesehen mit Cole aufs ganze gehen. Dieser hält sich aus ungeklärten Gründen jedoch noch zurück. Doch wie sollte es anders sein tritt Anima Industries mal wieder auf den Plan. Diesmal holt die Firma zum vernichtenden Schlag gegen die Zombiejäger aus. Vier von Alis Freunden müssen ihr Leben lassen und die Wut und Verzweiflung in Alis Reihen wächst aufs unermessliche an. Als Ali dann  auch noch neue Geistfähigkeiten an sich entdeckt ist die Verwirrung groß, denn genau für diese Fähigkeiten war eine verräterische Zombiejägerin bekannt die für Anima gearbeitet hatte. Genau diese Jägerin ist verantwortlich für den Tod von Coles Mutter und Alis Fähigkeiten beweisen das sie mit ihr verwandt sein muss. Das stürzt Ali und Cole natürlich in eine neue Krise. Wird es ihnen gelingen diese neue Kluft zwischen ihnen zu überwinden ? Kann Anima endlich besiegt werden oder werden die Zombiejäger untergehen ? Tja um das heraus zu finden müsst ihr das Buch lesen.

Am Anfang des Buches steht eine Art Auflistung von Alis Gedanken. Wir starten also in ein gedanklich geführtes Selbstgespräch. Ich muss sagen das mich das Buch in Zügen an Resident Evil erinnert hat. Ich hatte auf jeden Fall beim lesen direkt die Stimme von Milla Jovovich im Ohr, nur das es hier um Ali und Anima geht. Einige Szenen im Buch, in der Ali mit ihren Freundinnen zusammen sitzt, sind doch sehr in einer vermeintlichen Jugendsprache gehalten. Ich muss sagen das es mir dadurch zu Anfang schwer viel ins Buch zu finden. Nicht weil ich uralt bin oder mich Jugendsprache stört, sondern weil die Art von Sprache die hier verwendet wurde einfach völlig abgehackt und die Gespräche so überhaupt keinen Sinn für mich ergaben. Ali und ihre beste Freundin Kat waren ja in keinem der Bücher geziert mit ihrer Wortwahl aber besonders im ersten Kapitel fiel mir diese Art von Gespräch auf. Zum Glück setzte sich das nicht fort. Denn es macht zu Anfangs die Charaktere im Buch irgendwie unzugänglich und hatte eine derbe Jugendgangatmosphäre, die für mich nicht zu Ali und ihrer Weltrettercrew passte. Dieses vermeintliche Hormongefasel passte auch nicht zu den sonstigen Charaktereigenschaften der Protagonisten. Obwohl alle noch so jung sind wirken sie im Buch älter, müde und erfahren was wohl an den vergangenen Ereignissen liegt. Als Zombiejäger wird man eben schnell erwachsen und wenn der Tod hinter jeder Ecke lauern kann, dann lebt man sein Leben anders. Frei nach dem Carpe diem Motto. Darum dreht sich im Buch auch alles um Tattoos, Sex und die Zombie/ Anima Jagd. Alles durchgerüttelt mit einer Prise Humor die durch die Frotzeleien zwischen den Pärchen eingestreut wird.

Ali und Cole sind endlich wieder zusammen und man spürt beim lesen, dass sie sich voll und ganz aufeinander eingelassen haben. Wir erleben doch sogar romantische Momente mit den beiden und alles könnte so schön sein, doch man spürt auch das Ali hart geworden ist und traurig. Die heißen Szenen mit Cole wecken sie so richtig auf und dienten für mich beim Lesen als eine Art Entspannungsszone bevor der Kampf weiterging. Das hin und her, ob die beiden nun Sex haben oder nicht hat eine zusätzliche Spannung ins Buch gebracht. Wobei ich dachte das Coles Weigerung noch genauer erklärt wird, dass war aber nicht wirklich der Fall. Irgendwie war es für mich schwer nachvollziehbar das er auf einmal noch warten will und der große Moment war dann auch irgendwie zu kurz und unspektakulär beschrieben. Die Spannung zwischen den beiden war fast greifbar und in jeder Szene dachte man, jetzt aber und dann wurden die beiden doch irgendwie gestört. Die Liebe zischen den Beiden ist im dritten Band für mich trotzdem am intensivsten beschrieben. Man spürt in jeder Szene das die beiden unverrückbar zusammen gehören. Das fühlt sich gut an beim lesen. Jedes Mädchen will doch einen Kerl der im richtigen Moment das richtige sagt. Gena Showalter lässt zumindest Cole das richtige Sagen. Die beiden sind außerdem herrlich sarkastisch und nicht unbedingt ein weiches Kuschelpärchen im Umgang miteinander. Alles andere würde auch nicht zu unseren beiden Zombiekämpfern passen.

Die Suche nach den verletzten und verstreuten Freunden und der Kampf gegen Anima entpuppt sich als nervenaufreibendes Himmelfahrtskommando. Man fühlt sich machtlos und befürchtet jede weitere Seite das nächste niederschmetternde Ergebnis zu lesen. Puh hier hat Showalter mit Spannung, Wendungen und Kniffen nicht gegeizt. Die Kampfszenen sind gewohnt ausgefeilt und detailliert beschrieben, auch Alis neue Fähigkeiten. Trotz des Gefühls der Übermacht will man Ali und ihre Freunde zum Durchhalten anfeuern und fiebert in jeder dunklen Ecke mit. Als die Vergangenheit die Gegenwart und Ali einholt und auch noch unverhoffte Schützenhilfe auftaucht denkt man, jetzt geht es endlich voran doch dem ist nicht so. Nicht nur das man nicht weiß wem man trauen kann, es gibt auch zu viele aneinander gereihte Kampfszenen. Ich konnte die Ereignisse dann gar nicht mehr auseinander halten und irgendwie führten die Szenen für mich nirgendwo hin. An dieser Stelle im Buch war eindeutig zu wenig Handlung. Ich war schon versucht mich ein bisschen zu langweilen als der Wendepunkt kam und der schlug dann ein wie eine Bombe. Diese Bombe machte einen mächtigen Badabum und man wusste nicht ob jetzt alles den Bach runter geht, oder doch noch gut wird.  Die letzten Kapitel haben mich echt Nerven gekostet ich wollte immer zu, Nein das darf nicht sein schreien. Habe ich wohl auch, ich hoffe die Nachbarn haben mich nicht gehört. Besonders aufgefallen ist mir im dritten Buch wie abgebrüht Ali mit dem Töten von anderen Menschen umgeht. Das war in den Vorgängerbüchern noch nicht so und das empfand ich zwar irgendwie als schlüssig nach allem was passiert war aber gut ist das ja nicht.

Die Entwicklung am Wendepunkt im Buch ist wirklich so unerwartet das sie mich beim lesen richtig gequält hat. Die Szene riss mich voll mit und zum Glück dauerte meine Qual nicht so lange. Das Ende gefällt mir gut. Gerüchteweise wurde angedeutet es könnte einen vierten Teil geben. Mir erschliesst sich aber nicht was es da weiter zu schreiben gäbe. Ich finde die Trilogie so ganz gut abgeschlossen und bräuchte keinen weiteren Teil. Wäre der dritte Band der erste gewesen dann wäre die Reihe von mir nicht unbedingt weiter gelesen worden denn er hat seine Schwachpunkte. Als Abschluss der Trilogie ist er aber gut gelungen.

Direkt zum Buch geht es hier*

Zum Verlag Darkiss/ Mira Taschenbuch, der noch jede Menge tolle Bücher im Programm hat, geht es hier*
Zu 'Blog dein Buch' über die ich dieses schöne Stück lesen durfte ( Vielen Dank dafür ) hier*

Ich wünsche Euch einen zombiefreien Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

Samstag, 15. August 2015

#WirbloggenBücher



Vor einiger Zeit zog eine Aktion der Booktuber unter dem Begriff #WirsindBooktube durchs Netz. Sie wollten die Bedeutung des Begriff 'Booktube' und was man da eigentlich macht, mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Jetzt ist aber die Online Buchwelt bei weitem nur mit Booktube nicht komplett beschrieben. Denn es fehlt noch ein großer und wichtiger Anteil an der buchigen Online Community : die Buchblogger ! Dies wird also ein persönlicher Post über das Buchbloggen im Rahmen der Aktion #WirbloggenBücher. An diesem Wochenende werdet ihr auch bei vielen Blogkollegen auf ihre persönliche Blogstory stoßen.

Was macht so ein Buchblogger den lieben langen Tag und wie ist er überhaupt auf sein seitenfressendes Hobby gekommen ? Ist es wirklich nur ein Hobby oder gar eine Berufung ? Zum Glück formierte sich eine kleine Gruppe Gallier... ähhh... Buchblogger und startete die Aktion #WirbloggenBücher um euch einen weiteren Teil der Buchcommunity im Netz vorzustellen. Denn eins haben wir alle gemeinsam. Wir buhlen um die Gunst des Zuschauers und Lesers, denn ohne diesen sind wir nichts. Doch auch der Leser möchte ja gerne genauere Infos, nicht nur über Bücher sondern vielleicht auch über den Menschen hinter dem Blog bekommen. Ich finde die Aktion super und nehme gerne daran Teil, schön ist es auch so neue Blogkollegen kennen zu lernen und sich in der Buchcommunity weiter zu vernetzten. Denn von dem ein oder anderen kann man immer etwas lernen oder man kann sich über die Lieblingsbücher austauschen. Austausch ist sowieso ganz wichtig und einer der für mich wichtigsten Gründe warum ich mit meinen Bucherlebnissen ins Netz gegangen bin.


Mein Blog ging im November 2014 online, doch es gab schon eine lange Zeit davor in der ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigte. Ich habe schon immer enorm viel gelesen. Es entspannt mich und die Geschichten durch die ich dadurch im Laufe meines Lebens reisen kann faszinieren mich. In Gedanken kann ich alles sein. Eine Superheldin, eine sexy Schönheit, eine Kämpferin usw.
Ich war selber eine begeisterte Booktube Zuschauerin, ich holte mir Anregungen und Tipps zu neuen Büchern und las auch selber Rezensionen auf Blogs zu Büchern die auf meinem Wunschzettel standen, um fest zu stellen ob ich es mir wirklich kaufen sollte. ( Das mache ich auch heute noch so) Denn seien wir mal ehrlich Bücher sind nicht immer billig und eine Art Luxusgut. Mein Budget ist aber begrenzt und da ärgert man sich natürlich hinterher, wenn man das Buch nach 20 Seiten weglegt weil es einem überhaupt nicht gefällt. Sehr ärgerlich. Bei einigen speziellen Themen fehlt mir aber auch das Angebot. Ich finde gerade was zB. Lehrbücher oder Ratgeber angeht gibt es noch Nachholbedarf. Oder kennt jemand von euch einen guten Blogger oder Booktuber für medizinische Lehrbücher ? Dann her damit.

Irgendwann dachte ich mir, Mensch du liest so viel und unterhälst dich nie mit anderen über deine Bücher. In meinem Freundeskreis bin ich leider fast die einzigste die liest und das als ihr Hobby bezeichnen würde :-( Mir fehlte einfach der Austausch mit Menschen die meine Interessen teilen und mit denen ich mich auch mal so richtig schön über eine Szene oder einen Charakter im Buch auslassen kann. Ich begann meine Bücher bei Instagram einzustellen, da sich dort ja mittlerweile auch eine große Buchcommunity gebildet hat. Viele verlinken dort ja auf ihren Blog und stellen ihre neu eingekauften Bücher zur Schau. Schwups fand ich ein paar Gleichgesinnte denen ich prompt folgte und umgekehrt. So kam ich jeden Tag in den Genuss schönster Buchfotos und Coverbilder die mich zum Kauf von weiteren Büchern animieren ;-) Dort fand endlich der lang ersehnte Austausch über Dinge die die Buchwelt bewegen statt. Mein Horizont, was und wen es da so alles gab, wurde rapide erweitert.  Irgendwann fragte mich dort eine Followerin ob ich nicht auch einen Blog hätte. ich hatte ja nun schon länger mit dem Gedanken gespielt. Ich erhoffte mir noch mehr Austausch davon. Ausserdem wollte ich schreiben. Einfach nur schreiben und meine Gedanken loswerden. Nicht nur zu den Büchern die ich lese sondern auch meine ganz eigenen Sachen. Ob das jemand lesen wollen würde ? Ein Computergenie bin ich auch nicht gerade und es gibt da ja auch viele rechtliche Sachen zu bedenken. Das schreckte mich zu Anfangs doch sehr ab.



Trotz aller Bedenken dachte ich mir, selbst wenn es niemand liest, ein Versuch ist es wert. Ich googelte mich also erst einmal durchs Netz, sah mir andere Blogs an. Wie sie aufgebaut waren, worüber sie schrieben usw. Dann suchte ich nach Anbietern für Domains und überlegte wie ich den Blog gestalten wollte, ich sah mir auch die rechtlichen Aspekte an. Rechte am Bild, Impressumspflicht und Co müssen unbedingt beachtet werden, damit man nicht irgendwie für teuer Geld verklagt werden kann.


Ich entschied mich dafür mir meinen Domainnamen schon einmal zu sichern, aber dann den Blog über Google Blogger ( Blogspot) einzurichten. Da ich keine Ahnung von HTML und dem ganzen Kram hatte konnte ich unmöglich mit einer blanken Seite anfangen. Ich brauchte einen Layout Generator in den ich dann meine personalisierten Sachen einfügen konnte und das fand ich dort. Das ist wohl auch einer der Hauptgründe warum so viele bei Blogspot oder Wordpress sind. So kann der Traum von der eigenen Website für jeden wahr werden.
Doch damit ist es ja noch nicht getan. Mann braucht Fotos oder Illustrationen und die muss man am besten selber herstellen wegen der Bildrechte. Einen Blogheader zu basteln hat mich auch wieder graue Haare gekostet. Es geht doch sehr viel Zeit dafür drauf erst mal sein Layout zu gestalten. Die Schriftart auszusuchen, Social Media wie Instagram oder Facebook einzubinden. Ich habe es bis heute technisch noch nicht geschafft meinen Blog von palomapixel.blogspot.de auf palomapixel.de umziehen zu lassen, weil ich mit den Einstellungen einfach nicht zurecht komme. Viele Sachen muss man sich als HTML Code kopieren und dann in  Fenster einfügen auch Verlinken von anderen Websites z.B. von den Verlagen oder den Autoren musste ich erst lernen. Man möchte seine Seite natürlich so schön wie möglich gestalten und so viel Inhalt und Aktionsfläche für die Leser bieten wie eben möglich ist. Bei anderen Blogs sah ich so tolle Sachen aber ich selber bekam das technisch einfach nicht hin.

Man mutiert also unweigerlich zum Webdesigner / Multimediamogul. Man fängt an, sich eine bessere Kamera für Blogfotos zu holen die eine direkte WLAN Verbindung hat, man liest sich durchs Internet und googelt Widgets zum einfügen auf der Website. Man beschäftigt sich mit Photoshop oder anderen Bildbearbeitungsprogramme um seinen Header zu basteln oder Illustrationen für den Blog. Man verbringt Stunden damit seine Rezensionen zu schreiben, ein gutes Coverfoto zu machen den Autor und Hintergrundinfos im Netz zu googeln oder z.B. Im Bloggerportal oder von Verlagsseiten Leseproben und Coverbilder runterzuladen, um sie dann in den Blogpost einzubinden. Es ist Arbeit. Aber mir macht es einfach Spass. Was man dabei nicht vergessen darf. Ich arbeite Vollzeit und die Bücher wollen ja auch noch gelesen werden. Ich schraubte also meine Erwartungen an die perfekte Profiwebsite zurück und dachte mir das es schon reicht wenn alles einigermaßen gut aussieht. Alles andere kommt schon mit der Zeit. Also lasst euch wenn ihr mit dem bloggen Anfangen wollt davon nicht einschüchtern und wühlt euch nach und nach durch den Webdschungel. Ihr schafft das schon. Ich hab es ja auch hin bekommen.


Genau so sieht das mit der Zusammenarbeit von Verlagen aus. Man stellt nicht einfach einen Blog ins Netz und hat direkt tausende Follower und die Verlage schicken einem 30 Bücher im Monat nach Hause. Auch wenn es manchmal auf Instagram oder anderen Netzwerken aussieht als ob es so wäre. Für viele Bücher kann man sich bei den Verlagen für ein Rezensionsexemplar bewerben. Das heißt aber noch nicht, dass man es auch bekommt. Ich wurde schon einige Male abgelehnt aber ich hatte eben auch schon einige Male Glück. Natürlich freut man sich dann und ist begeistert bei der Sache wenn das Buch dann ankommt. Es ist aber auch ein zweischneidiges Schwert. Mir ist wichtig das meine Rezensionen unabhängig meine eigene Meinung widerspiegeln. Ich will kein Literaturkritiker sein. Ich bin ein Leser und schreibe meine unmaßgebliche Meinung für andere Leser. Wenn man sieht wie die Verlage bestimmte Bücher unter die Leute schmeißen und diese dann total gehyped sind und wirklich jeder dieses Buch fotografiert und darüber blogt dann ist das wie eine Werbelawine und dann verliert die Buchcommunity für mich ein Stück Vielfalt. Das heißt nicht, dass das Buch schlecht ist aber manchmal lese ich ein gehyptes Buch und frage mich, wie ist dieser Hype bloss entstanden ? Es gibt so viel bessere Bücher ? Anders herum haben wir als Buchcommunity so auch einen großen Einfluss. Man kann einem Indieautor der noch völlig unbekannt ist aber ein grandioses Buch geschrieben hat zu einer Plattform verhelfen oder ein Buch von einem Verlag oder bekannten Autor bekommt noch mehr Aufmerksamkeit, was derjenige vielleicht auch verdient hat. Eins muss euch klar sein, den Verlagen geht es immer um Werbung und Verkaufszahlen. Passt also auf das ihr euren Blog nicht für den Mainstream verkauft, auch wenn ihr dadurch vielleicht Bücher umsonst bekommt. Bleibt so ehrlich und unabhängig wie möglich und arbeitet mit unbekannten Autoren genauso gerne wie mit Verlagen zusammen damit die Buchwelt bunt bleibt.

Zu den Initiatoren der Aktion geht es hier: ( Dort findet ihr auch eine Liste aller Teilnehmer )

http://ani-buecherlounge.blogspot.de
http://maaraavillosa.blogspot.de



Ich hoffe ihr habt so über die Aktion #WirbloggenBücher einen kleinen feinen Einblick in die Welt eines Buchbloggers bekommen. Bei Anregungen und Fragen könnt ihr mir gerne einen Kommentar unter dem Post hinterlassen oder auf meinem Twitter oder Instagram vorbei schauen.

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. WirbloggenBücher Illustration von Laura Newmann

Donnerstag, 13. August 2015

Rezension Zeugenkussprogramm



Die neue Reihe von Eva Völler unter dem schönen Namen Kiss & Crime startet rasant mit dem Zeugenkussprogramm.

Einige von euch werden Eva Völler von der Zeitenzaubertrilogie kennen. Diese hat mich schon sehr begeistert, also freute ich mich um so mehr jetzt das Zeugenkussprogramm in der Lovelybooks Leserunde lesen zu können. 

In dem Buch gerät die 17 jährige Emily in eine brisante Situation. Ihre Mutter hat sich leider mal wieder mit dem falschen Liebhaber eingelassen. Denn Jonas hat Dreck am Stecken ohne das Sie, ihre Mutter oder ihre Omi etwas geahnt hätten. Kurz vor ihren Abitur Prüfungen möchte sie eigentlich nur ein schönes Wochenende verbringen. Doch als sie von einer Partynacht nach Hause kommt warten dort schon zwei zwielichtige Gestalten mit Waffen. Die Situation gerät völlig außer Kontrolle und das Ende vom Lied ist das der Familie nur noch der Zeugenschutz bleibt, um der tödlichen Gefahr zu entgehen. Emily landet im einem kleine Kuhdorf ohne Kontakt zum Internet oder ihren alten Freunden. Ständig lauert Gefahr und sie wird halb verrückt dabei. Der einzige Lichtblick von Emily ist der attraktive Personenschützer Pascal vom LKA. Doch auch dies sorgt bei Emily nicht gerade für ruhige Nerven, denn eine Liebe in Gefahr ist auch nicht gerade einfach. 

Eva Völler hat einen tollen Reihenauftakt geschrieben. Den Oberbegriff Kiss & Crime hat sich das Buch auf jedenfall verdient. Den Titel Zeugenkussprogramm finde ich absolut passend. Hier stimmt von Layout über Cover einfach alles, aber das habe ich vom Qualitätsverlag Bastei Lübbe und der Autorin auch nicht anders erwartet. Der Roman hat viele witzige Szenen zum schmunzeln und eine gehörige Portion Spannung. So probiert Emily z.B. die Trocknungszeit von Ketchup auf ihrer Wange weil Pascal darüber gestrichen hat und den Ketchup als Ausrede nahm.

Eva Völlers Schreibstil ist einfach und schnell zu lesen. Es macht einfach Spass wenn es runterflutscht und man nicht auf jeder Seite fünfmal stolpert. Bei den Charakteren ist mal wieder für jeden was dabei. Die naive Mutter, die liebe Omi, der sexy Typ, der grauhaarige Kommissar, die bösen Buben, die schöne Kollegin, der Computernerd usw. Emily ist eine gelungene Protagonistin, wenn ich sie mir auch gerne etwas erwachsener gewünscht hätte. Ich finde das eine dann bald 18 Jährige nicht unbedingt in jeder Szene heulen und einen halben Nervenzusammenbruch bekommen muss. Manchmal wirkt sie so stark und dann wieder so dumm und naiv das es mir in den naiven Szenen auf die Nerven ging. Genauso wie Pascals anfängliches Machogehabe und dann seine super soft Tour um dann wieder auf harten Mann zu machen. Insofern passte er natürlich als perfekter Gegenpart zu Emily in den Szenen. Im Buch ist also alles stimmig.

Der Kriminalfall ist solide aufgebaut. Zuerst tappt man als Leser zusammen mit Emily im Dunkeln und findet nach und nach immer mehr heraus. Später hofft und betet man das auch alles gut ausgeht oder fiebert mit ob sich unser Pärchen Emily und Pascal denn nun auch kriegen. Das einzige was mich ein bisschen gestört hat ist das die Liebe zwischen Emily und Pascal ein wenig zu kurz kommt. Die Szenen zwischen Ihnen sind zwar schön aber relativ kurz und auch das vorläufige Happy End fiel etwas dürftig aus was Romantik anging.

Alles in allem ist die Crimestory doch vordergründig und gut ausgearbeitet. Die Lovestory hätte für meinen Geschmack genauso im Vordergrund stehen können. Das Cover geht ganz klar in Richtung Jugendbuch und suggeriert uns ein bisschen mehr Love als ich es im Buch dann empfunden habe.
Trotzdem hat mir das Buch richtig gut gefallen und ich bin gespannt wie es mit Emily und Pascal weitergeht. Beim ersten Band ist es ja nie schlecht wenn es noch Luft nach oben gibt. Ich bin gespannt und hätte bis dahin auch gerne so einen sexy Personenschützer.

Zum Buch das heute am 13.August bei Bastei Lübbe erscheint gehts hier*

Ich wünsche euch einen spannenden Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.

Samstag, 8. August 2015

Review The Glow - Naturkosmetik selber machen


Naturkosmetik finde ich sehr sinnvoll in der heutigen Zeit. Es gibt kaum eine Beautyproduktmarke die nicht mit Tierversuchen oder kritischen Inhaltsstoffen arbeitet, dafür steigt die Zahl der Allergiker immer weiter an. Doch auch die löblichen Versuche Bioprodukte in der Beautyindustrie auf den Markt zu bringen, sind nicht immer gut gelungen. Vieles ist einfach nur greenwashed. Sprich, selber Inhalt in einer ökologisch aussehenden, grünen Verpackung. Man blickt als Verbraucher nicht immer durch und die Funktionalität der Produkte lässt auch manchmal zu wünschen übrig und schon hängt man wieder am altbewährten fest und redet sich ein es wird schon nicht so schlimm sein. Ich nehme mich da nicht von aus :-/ Mehr Transparenz bei den Inhaltsstoffen und wirklich gute Zusammensetzungen wären wünschenswert.

Wen man wirklich wissen will was drin ist und es vielleicht sogar exakt auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt haben will dem bleibt nur das Selbermachen, aber wie ? Ich habe noch nie Shampoo oder Lippenstift selber hergestellt. Also losgezogen zum Buchhändler meines Vertrauens und mal in der Do it yourself Ecke gestöbert. Dabei stieß ich auf The Glow. Die Aufmachung des Buches hat mir sofort gefallen. Manchmal haben die Bücher von GU ja einen leicht hausmütterlichen Touch aber dieses hier kommt doch ausgesprochen modern daher. Die Autorin Anita Bechloch ist ja auch noch jung und ausserdem weiß sie wovon sie in dem Buch spricht. Als ehemalige Journalistin ging sie aufgrund von ihren zahlreichen Allergien auf die Suche nach ihrer Skin Care Story. Herausgekommen ist ein farbenfrohes Buch mit vielen guten Tipps für jedes Hautbedürfnis. Schade das dem Buch keine Geruchsproben beiliegen. Denn bei Namen wie Rosemary Mint Detox Scrub oder Grapefruit Sugar kräuselt sich meine Nase vor Vorfreude.

Das Buch startet mit den Basics. Wieso und wie überhaupt Skincare selber herstellen und wie erkenne ich welcher Hauttyp ich bin. Dann gibt es noch 10 einfache Schnelltipps und einen Überblick über die zur Herstellung benötigten Rohstoffe und das Equipment. Alles steht unter dem Oberbegriff : Was man nicht in den Mund nehmen würde, das trägt man auch nicht auf die Haut auf! Bevor es dann mit den Rezepten los geht werden wir kurz noch an den wichtigen Aspekt der Hygiene bei der Zubereitung und der Haltbarkeit der selbst hergestellten Produkte erinnert. Denn die Skincare ist natürlich auch nur so gut wie wir uns bei der Herstellung Mühe gegeben haben.


Die Rezepte starten mit dem Gesicht. Eins der Hauptaugenmerke bei Beautyprodukten liegt ja auf unserem Gesicht. Entweder um unsere Schönheit zu betonen oder weil uns gerade hier am meisten stört, wenn wir einen Pickel bekommen.  Die Rezepte reichen vom Oil Cleanser ( ist ja in letzter Zeit ziemlich hipp) über Augen Make Up Entferner, Toner, Masken, ein Serum, Moisturizer bis zum Lipp Balm. Also die komplette Cleansing Palette, ergänz durch Masken und dann die feuchtigkeitsspendende Pflege hinterher. Dann folgen noch zwei Baby Pflege Rezepte. Alles ist wunderschön bebildert. Zu jedem Rezept gibt es einen kleinen Exkurs mit wissenswerten Fakten über die Inhaltsstoffe oder wie man bestimmte Hautpartien am besten pflegt. Zuerst sind die Zutaten als Liste angegeben, dann kommt die Zubereitung in kurzen Sätzen und dann alles zur Anwendung und Haltbarkeit des selbst hergestellten Produktes. Diese Aufteilung ist so in jedem Rezept im Buch.



Weiter gehts mit Rezepten für den Körper. Hier beginnt es mit Scrubs und Shower Gel und geht dann über zur Körperpflege mit Body Butter und Oil. Es gibt aber auch ein Rezept für Deodorant, Rasierschaum und Fuss Scrub. Damit wäre man dann vom Hals bis zu den Füßen abgedeckt. Ich vermisse hier ein bisschen die Sachen für die Haare. Gut, vordergründig geht es im Buch um die Haut selbst, aber Rezepte für ein Shampoo oder ähnliches hätte ich schön gefunden. Auch gibt es im Buch kein einziges Rezept zur dekorativen Kosmetik. Eine getönte Creme oder ähnliches wäre bestimmt auch selber machbar. Hier gibt es noch deutlich Luft nach oben.

Zum Ende wird noch ein kompletter Detox Day für die Haut empfohlen und es gibt noch zwei Rezepte zum gesund Essen. Die bräuchte ich jetzt nicht unbedingt. Ein Rezept für Badepralinen und Massagebutter schließt sich an, genau so wie ein Gute Nacht Spray fürs Kissen. Das ergibt natürlich ein schönes Aromatherpie Gesamtkonzept wenn man z.B. Ein Beauty Wochenende zu Hause machen möchte. Im Buch sind wirklich tolle Rezepte. Vieles lässt sich leicht selber machen und auch wenn mir ein paar Sachen gefehlt haben hat sich der Kauf gelohnt. Einige Sachen sehen so toll aus, sie kann man bestimmt auch gut verschenken wenn man sie in tolle Flakons füllt.

Zum Buch erschienen bei GU geht es hier *
Wer den Sender Sixx hat kann sich auch Anita Bechlochs Sendung über Naturkosmetik dort anschauen *

ich wünsche euch einen beautyschönen Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.


Dienstag, 4. August 2015

Rezension ' Das Büro der einsamen Toten '



Das wunderschön gestaltete Cover hat mich an diesem Buch angezogen. Die Waffe mit dem holländischen Porzellanmuster beschreibt sehr gut was einen zuerst im Buch erwartet. Ein gemütlicher Provinzkrimi mit etwas schrulligen Charakteren und einer Portion Spannung.
Denkste!  Auf ca. 380 Seiten erwartet dich viel, viel mehr. Was wie eine schöne Detektivgeschichte beginnt, entpuppt sich als knallharter Politthriller mit mehreren Handlungsträngen. Antiterror und Geheimdienst lässt grüßen und mitten drin Pieter Posthumus, der Beamten aus dem Büro der einsamen Toten. Der eigentlich nichts weiter will als alle Ungereimtheiten auszuräumen und den Toten ein würdiges Begräbnis zu geben. Das er dabei in ein Wespennest sticht bemerkt er als allerletztes.
Das Buch beginnt mit dem Weg einer namenlosen Leiche. Die eines jungen Mannes im traditionellem marokkanischem Gewand. Die Leiche schwimmt im Kanal treibt dort wie ein lebloses Stück Holz.
Danach lernt der Leser Pieter Posthumus und seine Arbeit kennen. Posthumus verzettelt sich gerne, steckt seine Nase übertrieben in Details. Seine Kollegen und auch Freunde sind genervt. Er macht einen grüblerischen und einsamen Eindruck obwohl er das nicht zugeben will. Er wächst einem sofort an Herz. Er ist der übertrieben, gründliche Beamte dem man nicht begegnen will, wenn man vor der Stadtkasse etwas zu verbergen hat, den sich aber jeder auf seiner Seite wünscht wenn es unangenehm Aufgaben zu erledigen gilt.

Danach macht das Buch einen Schnitt zur Antiterroreinheit des holländischen Inlandschutzes. Diese Sachen sind im Buch frei erfunden. Ob es in Holland ähnliche echte Strukturen gibt weiß ich nicht. Im Buch wirkt alles schlüssig. Eine Terrorzelle wird wieder frei gelassen. Die ganze Arbeit war umsonst. Das Antiterrorteam ist sauer und ihr Chef tobt. Er ist ein harter Hund aber scheint dubiose Methoden anzuwenden ? Hier tut sich eine völlig neue Handlung in der Geschichte  auf, bei der noch nicht klar wird wie das mit Posthumus zusammen passt.

Dann findet ein erneuter Schnitt statt und wir lernen eine Marokkanische Familie kennen. Mit ihren Sorgen,Nöten und Problemen. Die Geschichte der Einwanderung der Eltern und was für Probleme die nachwachsende Generation der Kinder mit ihrer Identität und ihrem Glauben hat. Es geht um Integration und Klassenunterschiede, um Vorurteile und Integrationprobleme. Die Geschichte die ich zunächst für eine Art reinen Kriminal- oder Detektivroman gehalten habe, entpuppt sich als viel vielschichtiger. Es ist alles sehr gefühlvoll und vor allem wertfrei beschrieben.

Alle Kapitel sind nicht mit Überschriften, sondern mit Datumsangaben getrennt. z.B. Donnerstag 9. Juni. Das erweckt beim Leser den Eindruck, man arbeitet auf etwas hin. Etwas wird passieren. Durch das Kapitel mit der Antiterroreinheit befürchtet man eine Bombe. Man wartet aber auch darauf das sich die Identität des Toten vom Anfang klärt und fragt sich immer wieder wie alles zusammen passt. Durch die Kapitel mit der marokkanischen Familie verbindet sich so langsam die Ahnung das der Tote ein Bekannter der Familie sein könnte und da der Sohn der Familie etwas mit der ganzen Sache zu tun haben scheint, schließt sich hier langsam ein Kreis.
Von da an wird es so richtig zum spannenden Politthriller. Das Buch zwirbelt also drei verschiedene Haupthandlungen im Höhepunkt zusammen. Man merkt je weiter man liest das es sich immer schneller dreht. Wer war der unbekannte Tote ? Wird es der Antiterroreinheit gelingen das schlimmste zu verhindern ? Was hat der Sohn der marokkanischen Familie damit zu tun und am allerwichtigsten wird Pieter Posthumus es schaffen alle Fäden zusammen zu führen ohne das jemand am Ende Schaden nimmt und kann er dann noch gemütlich einen Wein trinken ?
Im Buch kommen immer wieder kleine Momente zum Schmunzelt und die braucht man bei den vielen ernsten und sehr spannenden Passagen auch. Es war keine leichte Kost aber sehr gut zu lesen. Alles wurde dann auch noch durch den Amsterdamer Flair zusammen gehalten. Es hat nicht den extravaganten Hauch von Venedig aber den gemütlichen Charme einer warmen Landpartie mit dem Fahrrad.

Zum Buch erschienen bei Hoffman und Campe geht es hier *
Ich wünsche euch einen holländischen Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.