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Andrzej Sapkowski - Der letzte Wunsch ( The Witcher 1 )



Auf 'The Witcher' wurde ich durch das neue Playstation 4 Spiel, The Witcher 3 - Wild Hunt aufmerksam. Ich bin kein Game Chick aber mein Mann wollte sich unbedingt die neue Playstation kaufen und nach langem herum überlegen von seiner Seite, zog sie dann doch bei uns ein. Also fand ich mich in einem Elektronikfachmarkt wieder und stand mehr oder weniger unnütz in der Gegend herum, als mich Gerald von Riva von einem Spielcover anlachte. Ich sah mich um und dachte, Mensch davon hasst du doch schon mal gehört. Eine ganze Buchreihe, aus der ein mehrfach prämiertes Spiel gemacht wurde ? Das muss ich mir genauer ansehen und die Playstation ist jetzt sowieso zu Hause.



Die ersten drei Stunden mit dem Spiel vergingen wie im Fluge. Ich fand mich in einer Welt voller Magie, Schwertkämpfe und Fabelwesen wieder, die mir, als Antihelden Gerald mal mehr mal weniger gut gesonnen sind. Es war mir sofort klar, ich muss diese Reihe komplett lesen. Das Spiel hatte mich noch viel neugieriger gemacht. Ich startete also mit dem ersten Buch ' Der letzte Wunsch '. Witzig das ein erstes Buch mit einem letzten Wunsch beginnt.



Gerald von Riva ist Hexer und verdient sein Geld damit Ungeheuer, Drachen, Vampire oder andere Monster umzubringen. Dafür musste er durch eine harte Schule gehen und wurde schon als Kind, sagen wir mal modifiziert. Er besitzt besondere magische Fähigkeiten und ist nicht mehr ganz menschlich seit dem. Leider macht ihn das in der Welt der Menschen auch zu einem Aussenseiter, der einerseits den Menschen zwar einen Dienst erweist aber andererseits auch gefürchtet und gehasst wird, weil er anders ist. Rast und Ruhelos zieht er durch das Land und sucht Aufträge, tötet mal hier einen Greifen, malt dort ein Wassermonster und versucht zu überleben. Dabei legt er eine todesverachtende  Einstellung an den Tag. Er lebt nach dem Hexerkodex und nach seinen eigenen Regeln, politische Ränkespiele oder Gesetzte der Obrigkeit sind ihm egal. Er ist zwar eine Art Söldner aber er ist nicht für alles zu haben. Doch sein Leben scheint in eine andere Richtung zu gehen als er Yennefer, eine Zauberin kennen lernt.

Gerald ist ein wunderbar vielschichtiger und witziger Charakter. Er ist sehr ironisch und kann nicht in jeder Situation, wo es angeraten wäre seinen Mund halten. Das bringt ihn oft in Schwierigkeiten die dann in einem saftigen Schwertkampf enden. Seine harte Schale und sein wildes Äußeres täuschen darüber hinweg, dass er durchaus moralische Grundsätze hat und ein guter Kerl ist. Das er trotzdem als Ausgestoßener leben muss durch sein Hexer -Dasein empfindet man als ungerecht. Oft wird ihm keine Wahl gelassen und er muss sich verteidigen und dafür auch Menschen töten, obwohl er das gar nicht will. Die Dialoge im Buch sind durchaus zum schmunzeln und laufen immer sehr kurz und strukturiert ab, da sie meist kurz vor einem Kampf oder einer brenzligen Situation statt finden. Allerdings brauch man etwas bis man sich einfindet, da das Buch quasi mitten drin startet und mehrere Handlungsstränge aus unterschiedlichen Zeiten zusammen wirft. Es ist zwar immer aus Gerald's Sicht erzählt aber die zeitliche Abfolge, wann ,was passiert ist, springt oft hin und her. Manchmal ist die Geschichte eine Füllgeschichte, wo es um das Bekämpfen eines Monsters oder das lösen einen Rätsels geht, mal hängt die Geschichte zusammen und legt sich wie ein Puzzleteil an den richtigen Platz, um etwas anderes besser verstehen zu können. Man wird zuerst nicht so richtig schlau daraus und muss sich seinen Teil denken, das macht es aber auch so herrlich spannend. Das ganze Setting erinnert an das Mittelalter, in dem es Ritter, Kriege, Zauberer und eben jede Menge menschenfeindliches Viehzeug gibt. Der polnische Autor hat auch sehr nett ein paar uns bekannte Märchen eingebaut. So findet sich durchaus z.B. das Biest aus 'die schöne und das Biest' in der Geschichte verpackt.



Die Reihe hat auf jeden Fall das Potential eine meiner liebsten Fantasy Reihen zu werden, eben wegen ihres starken Protagonisten und der Idee die dahinter steckt. Gerald hat durchaus Sex Apeal und Wirkung auf Frauen. Das erste Buch ist quasi nur zum kennen lernen mit Gerald gedacht und ich bin gespannt wie es weiter geht. Nach dem ich das Buch in einem Tag zu Ende gelesen hatte, habe ich mir sofort die anderen sieben Bücher der Reihe bestellt. Mit ca 400-600 Seiten sind sie ja auch nicht all zu dick.

Zum Buch erschienen bei dtv geht es hier*

Wer sich ein bisschen von dieser Welt anschauen möchte, der braucht nur The Witcher 3 zu googlen.Die Gamecommunity hat zahlreiche Bilder und Extras im Netz. Gerald ist im Spiel wirklich genau so, wie er auch im Buch beschrieben ist. Damit hat man durch das Spiel zum ersten mal die Chance mit seinem geliebten Buchcharakter ganz anders zu interagieren, wie wir das sonst können, wenn wir ein Buch gelesen haben.

Ich wünsche euch einen verhexten Tag

Eure Paloma Pixel



dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.
Andrzej Sapkowski - Der letzte Wunsch ( The Witcher 1 )

1 Kommentar

  1. "Da habe ich mir gleich die anderen sieben Bücher der Serie bestellt..." Da muss ich lächeln, ein wissendes Bücherwurmlächeln �� Ok, dann werde ich mal Buch eins auf die Liste setzen! Liebe Grüße, Frauke

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