Sonntag, 20. März 2016

Die Shannara Chroniken- Elfensteine



Terry Brooks Fantasyepos ist eigentlich nicht erst von gestern. Trotzdem wurde ich erst durch die gleichnamige Serie darauf aufmerksam. Elfen, Zwerge,Trolle und Dämonen. Dazu eine Prinzessin, ein magisch begabter aber unbedarfter Junge und ein gerissenes Zigeunermädchen. Ein undurchsichtiger Druide, der mehr weiß als er zugibt. Ein magischer Baum, der die letzte Barriere zur Verteidigung der Welt gegen die Dämonen darstellt. Das Buch hat eigentlich alles was man so von einer ordentlichen Fantasy Geschichte erwartet. Der Stil und die Handlung erinnert doch etwas an Herr der Ringe. Terry Brooks war von Tolkien gleichermassen begeistert wie beeindruckt. Allerdings siedelt er seine Geschichte in einer Welt nach dem Atomkrieg an, in der sich die Menschheit in eine ganz andere Richtung entwickelt hat. Es sind nur noch Reste unserer bekannten Zivilisation vorhanden. Dafür ist die Welt ein magischer Ort geworden, in der die Elfen mit ihrer Kultur und ihrem König eine große Rolle spielen. Die Menschen selbst machen einen eher kleinen Anteil aus und auch Zwerge, Gnome und andere neu gebildete Rassen. Über allem thront der Ellcrys, der heilige Baum der Elfen der auf magische Weise die Dämonen gebannt hat, so dass sie in den vier Landen keinen Schaden anrichten können. Allen voran der mächtige Dagda Mor.

Doch eines Tages fängt der Baum an zu welken und damit beginnen die Probleme. Je schlechter es dem Ellcrys geht um so leichter können die Dämonen wieder in diese Welt kommen. Die letzte Hoffnung für die Welt ruht auf den Schultern drei junger Leute, die das Schicksal zusammenwürfelt. Amberlee Elessedil die Elfenprinzessin, die einst als Erwählte dem Baum dienen sollte aber geflohen  ist. Will Ohmsfort, der in einfachen Verhältnissen aufwuchs und Heiler werden will und nicht ahnt das durch seine Herrkunft mehr in ihm steckt und Eretria, dass gerissene Zigeunermädchen die in jeder Situation noch eine Finte findet. Die drei müssen sich erst zusammen raufen und sind sich nicht immer einig. Hier haben wir mal wieder eine typische dreier Konstellation in einem Buch auch die Liebe spielt hier eine Rolle. Doch alle drei sind gleicher Maßen wichtig. Zusammen treten sie die Reise an, dass letze Samenkorn des Ellcrys an einen geheimen Ort namens Sichermal zu bringen. Denn das ist die letze Chance die Dämonen noch auf zu halten. Doch das weiß auch der Dagda Mor und er versucht alles, um das zu verhindern. Einzig und alleine Allanon der weise aber undurchsichtige Druide hat den vollen Einblick, er gibt aber nicht viel Preis. Denn die Reise fordert alles von Amberlee, Eretria und Will. 

Das Buch ist wirklich unglaublich detailliert und sprachgewandt geschrieben. Terry Brooks verliert sich oft in unendlichen Beschreibungen der Landschaft und der Schlachtszenen. Seine Figuren sind wunderbar ausgereift und entwickeln sich im Laufe der Zeit immer weiter. Die drei Hauptprotagonisten wachsen immer mehr zusammen und vor allem die Figur des Will, mit seinen witzigen Äußerungen sorgt für ein gewisses Gleichgewicht auch zwischen den beiden Mädels. Sicher manchmal empfand ich die ellenlangen Landschaftsbeschreibungen doch etwas ermüdend aber trotzdem war die Sprache wunderschön. Ich konnte alles sehr flüssig lesen und durch die genauen Beschreibungen bekam ich ein sehr detailliertes Bild in meinem Kopf beim lesen. Irgendwie endschleunigt die Sprache einen zwischen den spannenden Szenen beim lesen. Das hat mir gut gefallen. Den Vergleich zur Serie braucht das Buch auch nicht zu scheuen. Ich finde es ist noch mehr Fantasyepos als die Serie. Es gibt noch mehr Hintergrundinfos und Charakterzüge der Protagonisten frei. Man muss auch sagen das die Serie sehr nah am Buch ist. Ich hatte zuerst ein paar Folgen der Serie gesehen und dann das Buch gelesen. Mir hat beides gut gefallen und ich habe weder etwas vermisst noch etwas als störend empfunden. Einzig das Cover des Buches, dass von der Serie kommt finde ich nicht so schön. Irgendwie ist es nichts sagend wenn ich nicht schon von der Serie gehört habe. Das ist schade für das Buch, wo es doch selbst so viel zu bieten hat. Eines sollte man aber auf keinen Fall tun. Wenn man nicht gespoilert oder um ein schönes Leseende gebracht werden will, darf man die 1. Staffel der Serie nicht zu Ende gucken. Da müsste man Serie und Buch parallel zu Ende lesen/schauen.

Eigentlich ist Elfensteine ja der zweite Chronik Band in Terry Brooks Abfolge. Das macht aber nichts, da es ein in sich komplett geschlossener Band ist, kann man ihn auch einzeln lesen. Ein wirklich tolles Fantasybuch das anderen großen Fantasyreihen in nichts nachsteht. Die 700 Seiten lohnen sich auf jeden Fall.

Zum Buch erschienen im Blanvalet Verlag geht es hier*

Ich wünsche euch einen phantastischen Tag

Eure Paloma Pixel

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Kommentare:

  1. Ich bin auch durch die Serie auf die Reihe aufmerksam geworden. Das Zukunftsszenario ist zwar auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig, bei näherer Betrachtung aber wirklich interessant.
    Danke für den tollen Beitrag, das Buch wird sich wohl bald in meinem Bücherregal wiederfinden :)

    PS: Nur die Spoiler-Warnung kommt etwas zu spät :D

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    1. Du hast also die Serie schon zu Ende geguckt ;-) Macht aber nichts, du kennst dann zwar das Ende schon, auf das ja auch das Buch hin arbeitet aber das Lesevergnügen schmälert das nur ein kleines bisschen. ;-))))

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