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Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums



Ein Teenager zu sein ist schon schwer genug aber bei Aristoteles, genannte Ari, scheint das ganze unter einer besonders dunklen Wolke zu schweben. Nicht nur das er ständig an sich zweifelt und viel über das Leben grübelt. Er denkt auch ständig an seinen großen Bruder, den er eigentlich kaum kennt, weil er im Gefängnis sitzt. Wie ein unausgesprochener Schatten schwebt er über seiner Familie. Ari fühlt sich auf ganzer Linie unzulänglich. Nicht mal Schwimmen kann er. Was für ein Glück das er Dante im Schwimmbad trifft. Dante kann schwimmen und auch ansonsten scheint Dante alles besser zu können. Er wirkt so offen und selbstsicher, er kann so gut mit allen reden und bietet Ari an, ihm das Schwimmen bei zu bringen. Ari ist von der ersten Minute an fasziniert von ihm. Dante zeigt Ari seine Welt, versucht ihn für Kunst und Literatur zu begeistern und Ari zum sprechen zu bringen. Denn der lebte bisher einsam in seinem Schneckenhaus.



Damit beginnt eine wunderschöne Geschichte von Freundschaft und Erwachsen werden. Das Entdecken der eigenen Persönlichkeit und ja auch der Liebe. Zu sich selber zu stehen, wenn man noch nicht weiß wer man ist, ist nicht einfach. Das Erwachsen sein kommt einem manchmal vor wie ein übergestülpter Gummihandschuh. Irgendwas zwickt immer, man schwitzt und passt irgendwie nie so ganz rein. Das Universum da draussen scheint ein komplizierter Ort zu sein. Bei Ari hakt so einiges. Seine Stimmung ist durchweg düster und verschlossen. Umso schöner zu sehen, was er für eine Entwicklung im Buch macht. Die beiden sind wie Licht und Schatten, ergänzen sich so gut, dass man direkt denkt, die beiden werden eine gute Einheit. Dante ist der positive von den beiden. Immer gut gelaunt und an allem und jedem interessiert. Er rettet Vögel auf der Straße und malt und zeichnet gerne.

Wunderschön die Szenen in denen beide stundenlang in einem Zimmer sitzen können ohne ein Wort zu sagen. Ari liest ein Buch das Dante ihm gegeben hat und Dante zeichnet Ari. Die beiden brauchen keine Worte. Ein Buch braucht natürlich Worte für den Leser und jetzt könnte man denken, hä, ist das nicht langweilig, wenn beide nicht reden? Nein, denn der Leser spürt zwischen den Zeilen jedes unausgesprochene Wort zwischen Ari und Dante. Man spürt einfach die Stimmung. Das schafft das Buch hervorragend. Zwischendurch geschehen Dinge von denen ich dachte, dass es die beiden entzweihen könnte. Diese beste Freundschaft. Doch auch hier finden die beiden, und vor allem Ari einen Weg. Es ist eben nicht einfach, die Geheimnisse des Universums zu ergründen. Dante und Ari versuchen es gemeinsam und wir mit ihnen. Das dabei die Liebe eine Antwort auf vieles ist, ist nur logisch.

Das Buch besteht aus sehr viel Dialog zwischen den beiden. Wenn es auch dramatische Szenen gibt, waren es doch die ruhigen Szenen, in denen die beiden alleine sind, die mich sehr berührt haben. Eigentlich ahnt oder weiß man schon worauf es hinaus läuft, aber als es dann so weit war, musste ich trotzdem ein Tränchen zum schliessen des Buchdeckels verdrücken. Einfach weil es so schön war. Im Buch befindet sich übrigens viel Tex Mex. Denn Dante und Ari sind Mexikaner und das merkt man auch. Es wird zwar nur beiläufig eingestreut, da die beiden in El Paso wohnen, spielt aber immer wieder eine Rolle. Vor allem weil die beiden sich nicht in die Rolle des typischen Mexikaners in Amerika einfügen wollen.

Natürlich geht es um die Liebe, aber auch um Loyalität und Vertrauen, und Freundschaft. Die beiden probieren sich aus und wir begleiten sie im Zeitraffer über drei Jahre. Ich finde jeder 15jährige sollte so ein Buch lesen. Nicht nur um sich selbst, sondern auch andere besser zu verstehen. Da meine ich jetzt nicht nur die Liebe zu jemand anderem, im Buch wird auch sehr schön dargestellt, warum Eltern einfach Eltern sind, und zu was sie getrieben werden, durch die Liebe zu ihrem Kind.  Ich benutzte bewusst nicht das H Wort, denn Liebe sollte einfach Liebe sein. Ein wunderschön poetisch-melancholisches Buch zum Erwachsen werden und niemals bleiben.

Wer mit Ari und Dante das Universum entdecken will, hier geht es zum Buch : http://www.thienemann-esslinger.de/thienemann/buecher/buchdetailseite/aristoteles-und-dante-entdecken-die-geheimnisse-des-universums-isbn-978-3-522-20192-6/

Ich wünsche Euch einen liebevollen Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.
Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

Kommentare

  1. Liebe Vanessa,
    inzwischen habe ich ja so einiges von dem Buch gehört .. aber JETZT will ich es haben ;-) Es ist glaub ich kein Buch für "mal eben zwischendurch" sondern Bedarf Aufmerksamkeit (Du verstehst hoffentlich was ich meine, schließlich brauch theoretisch jedes Buch Aufmerksamkeit), so dass es ich es mir für den nächsten längeren, gemütlichen Urlaub vornehmen werde. Komm gleich auf die Liste ;-)

    Viele liebe Grüße
    KAti

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    1. Ja liebe Katja, dass verstehe ich voll und ganz. Ich wünsche dir viel Spass mit dem Buch und das der nächste Urlaub hoffentlich bald wieder vor der Tür steht ;-)

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  2. Hi Vanessa, von dem Buch schwärmen viele, aber jetzt will ich es unbedingt lesen! Schöne Rezension, die einen wirklich neugierig macht :)
    Viele Grüsse
    Julia

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    1. Hallo Julia. Schön das ich dich für dieses besondere Buch nun endgültig begeistern konnte ;-) LG

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