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Der Vorletzte Samurai - Ein japanisches Abenteuer - Dennis Gastmann



Was weiß ich eigentlich so über Japan ? Die Frage stellte ich mir spontan selbst, als ich dieses Buch in der Buchhandlung stehen sah. Eigentlich weiß ich nichts. Jedenfalls nichts über das authentische Japan selbst. Klar sind Sushi, Cosplay und Manga ein fester Begriff, den wohl auch jeder in unserer Hemisphäre kennt, aber wirklichen kennenlernen kann man ein Land vermutlich nur wenn man es auch bereist.
Ein Streifzug durch ganz Japan - Flitterwochen mit Sprachhindernissen

Genau das hat Dennis Gastmann getan. Japan bereist, und eben nicht nur das Tokyo Japan das die meisten Touristen besuchen, sondern einen ganzen Streifzug über die Inselgruppe. Dabei hatte er noch einen besonders romantischen Grund. Er war in den Flitterwochen mit seiner Frau, die halb Japanerin ist und perfekt für ihn Dolmetschen konnte. Dabei kam er in den Genuss vieler japanischer Hochzeitstraditionen und ganz eigenen Einblicken in eine Kultur, die uns doch sehr fremd erscheint.

Dabei schildert er seine Erlebnisse in einer so mitreissenden, bildhaften Sprache, das das Buch viel mehr wird als ein Reisebericht. Es geht nicht darum die Reisezeit bestmöglich zu nutzen, so viel wie möglich zu sehen und eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abzuklappern. Seiner Frau vielleicht schon, denn sie plant die Reise akribisch genau. Doch Dennis Gastmann lässt sich und seine Gedanken eher treiben, dabei fallen ihm Dinge auf die nur einem guten Beobachter auffallen.

Japan - ein Land der Extreme ? 

So wie seine Frau und er eine Mischung der Extreme sind, sie die durchdachte, nüchterne und zahlenjonglierende, Pro- und Kontra Listen Schreiberin und er, der unbesorgte drauflos Weltenbummler und gerne herum bummelnde Schriftsteller. ( Zumindest bekam ich während der Lektüre diesen Eindruck und dieses Bild von den beiden vermittelt )
Gegensätze ziehen sich ja angeblich an. Genauso beschreibt Gastmann auch Japan, als ein Land der Gegensätze die mittlerweile verheiratet sind.

Vulkangestein und Neonlicht 

Man findet dort die grelle neonglitzernde Großstadt Tokyo mit Roboterrestaurant und jagd die Legende vom Höschenautomaten. So wie viele Touristen sich Japan eben vorstellen, inklusive exotischem Essen und Manga und Cosplayern. Viele kommen über Tokyo nicht hinaus. Auf der anderen Seite steht das traditionelle, zurückhaltende Japan mit strengen Regeln und starren Ansichten, dass mir als Europäerin so unnahbar und fast noch geheimnisvoller vorkommt.  Gastmann gibt uns einen tollen Blick hinter die Kulissen der verschlossenen Papiertüren. Zerklüftete Vulkanlandschaften in denen die Anwohner mit aktiven Aschespuckern leben gehören genauso dazu wie die Reise mit dem Shinkansen, einem Zug der Superlative der vermutlich immer noch so sauber wie ab Werk ist. Wovon man ja bei der deutschen Bahn nur träumen kann.

Das Buch war kurzweilig und unterhaltsam für mich. Jedes Station der Reise hat ein eigenes Kapitel in denen Gastmann seine Gedanken und Eindrücke zu Land und Leuten mit uns teilt. ich habe einen kleinen der feinen Einblick in ein Land bekommen, dass mit jetzt auch nicht weniger fremd erscheint aber mich nun noch mehr fasziniert und definitiv einmal bereist werden muss.

Wer Japan Fan ist oder es noch werden will, dem kann ich das Buch nur empfehlen.

Eure Paloma Pixel


Infos zum Buch:

Der vorletzte Samurai
Hardcover, 250 Seiten
erschienen bei Rowohlt 24.01.18

Dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden. Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechten liegen beim Verlag.

Der Vorletzte Samurai - Ein japanisches Abenteuer - Dennis Gastmann

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